Der Berg ruft, und Thomas Krüger verlässt die „Grüne Hölle”

Von: eis
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Der Honda-Pilot Thomas Krüger
Der Honda-Pilot Thomas Krüger, hier mit seiner Verlobten Nicole Dahlen, startet am Wochenende beim ADAC-Rennen in Homburg, das als das schwierigste im Veranstaltungskalender gilt. Foto: H. Eisenmenger

Stolberg/Homburg. Die Fähigkeiten einer Bergziege müsste man haben - zumindest dann, wenn man Thomas Krüger heißt und am Wochenende beim „39. ADAC-Bergrennen” in Homburg startet. Bei einem Bergrennen geht es, wie der Begriff schon vermuten lässt, immer rauf und runter.

Neben dem Wechsel zwischen Steigung und dem Gefälle sind aber auch enge Kurven, die zum Teil dicht aufeinanderfolgen, eine Herausforderung. Es ist eine Gratwanderung: Mal müssen die Fahrer „Gummi geben”, dann wieder vorausschauend das Gas wegnehmen und runterschalten.

Es ist das dritte Bergrennen für den Mausbacher Honda-Piloten in dieser Saison und das zweite Jahr in dieser Szene überhaupt. Mehr als zwei Jahrzehnte war der Nürburgring seine Königsdisziplin. Nicht nur auf dem Nürburgring fuhr er um den RCN-Cup, sondern auch auf legendären Strecken wie Spa Francorchamps Circuit oder in Hockenheim sowie auch im Ausland. Obwohl Krüger diese Rennstrecken und den RCN-Cup liebt, kam 2010 für ihn der Zeitpunkt, neue Herausforderungen anzunehmen. Eine Auszeit von den Rennen durch die „Grüne Hölle”. Ursprünglich hatte er geplant, nur eine Saison lang bei Bergrennen mitzumischen, doch der für ihn neue Bereich gefällt dem Honda-Piloten so gut, dass er weitere Erfahrungen sammeln möchte.

Als der Mausbacher 2011 sein erstes Bergrennen fuhr, hatte er damit gerechnet, als Schlusslicht die Ziellinie zu erreichen. Tatsächlich aber war Krüger von Anfang an recht erfolgreich. Was eher ungewöhnlich ist, denn Strecken wie die auf dem Nürburgring zu fahren oder bei einem Bergrennen zu starten, „das sind schon zwei Paar verschiedene Schuhe”, erklärt der 47-Jährige.

Beim ADAC-Bergrennen in Homburg will der Honda-Pilot erneut unter Beweis stellen, dass er auch in diesem Bereich des Tourenwagen-Motorsports ein ernstzunehmender Konkurrent ist.

Das Homburger ADAC-Rennen gilt unter ambitionierten Fahrern fast schon als ein Muss, denn es birgt einen Abschnitt, der in der Szene als extrem schwierig gehandelt wird. Es ist der Abschnitt „Käshofer Straße”, dem die Fahrer mit besonderem Respekt begegnen. „Mit ihren Schlüsselstellen am Brückchen und den Kurvenkombinationen zählt darum das Homburger Bergrennen zu den anspruchsvollsten Stecken im Berg-Cup-Veranstaltungskalender 2012”, erzählt Krüger. Die Strecke misst insgesamt 2,6 Kilometer und hat eine Steigung von 5,3 Prozent. „Der aktuelle Streckenrekord für Tourenwagen liegt bei einer Minute und zwölf Sekunden”, bilanziert der Rennfahrer.

Starten werden 155 Fahrer aus sechs Nationen, sagt Krüger. Für den Honda-Piloten ist das Homburger ADAC-Bergrennen eine Premiere. Trotz der starken Konkurrenz und der Tatsache, dass er dieses Rennen zum ersten Mal fährt, ist der Mausbacher optimistisch, was seine Chancen betrifft. „Ich bin in Form und gemeinsam mit meinem Team haben wir Nachtschichten eingelegt, um den Honda in einigen Bereichen zu modifizieren”, ist der 47-Jährige zuversichtlich.
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