Kramer Freisteller Tippspiel

„Deprivation“: Vorpremiere des Horrorfilms in Stolberg

Von: Ottmar Hansen
Letzte Aktualisierung:
11911303.jpg
Die deutsche Schauspielerin Jana Julie Kilka und der amerikanische Darsteller Vincent de Paul drehen gerade den Horrorstreifen „Deprivation“ in römischen Fimstudios.
11911427.jpg
Vincent de Paul (links) besuchte unlängst die Stadt Stolberg. Bürgermeister Grüttemeier führte den Schauspieler rund. Foto: O. Hansen

Stolberg. Der Stolberger Produzent, Chris G. Maier, ist an seinem ersten großen Kinofilm beteiligt. In Rom wird derzeit der Streifen „Deprivation“ gedreht, der Anfang des kommenden Jahres zunächst in Amerika in die Kinos kommen soll, wenig später auch in Deutschland und Italien.

Maier hat bereits etliche Folgen für bekannte deutsche Fernseh-Serien gedreht. Unter anderem auch einen Beitrag über Stolberger Politessen und ihre Erlebnisse mit den Verkehrssündern. Jetzt steigt er als Co-Produzent bei seinem ersten Kinofilm ein. Rund 1,5 Millionen Dollar brachten Maier und zwei Kollegen für das deutsch-italienisch-amerikanische Projekt zusammen. Kein riesiges Budget im Vergleich zu anderen Kino-Produktionen, doch es reicht, einen spannenden Thriller abzudrehen.

Dreharbeiten in Rom

Gefilmt wird in den kommenden drei Wochen in Rom. Vor allem in den Voxon-Filmstudios. Aber auch mit Außenaufnahmen an Kolosseum oder Trevi-Brunnen. Einer der Hauptdarsteller ist der amerikanische Schauspieler Vincent de Paul, der im vergangenen Jahr die Stadt Stolberg besucht hatte. „Dabei ist die Idee zu dem Film entstanden“, sagt Chris G. Maier im Telefonat aus Rom.

Brian Skiba Regisseur

Regisseur des neuen Kinofilms ist Brian Skiba. Er wurde unter anderem durch „Blood Moon Rising“ bekannt. Brian Skiba schrieb auch das Drehbuch zu „Deprivation“. Dabei handelt es sich um eine Mischung aus Science Fiction und Horrorfilm. Sechs Todeskandidaten sind 14 Tage in einem Raum eingesperrt, der mit einem neurologischen Gift vollgepumpt ist.

Nebenwirkung des Gases ist allerdings die komplette Schlaflosigkeit über die gesamte Zeit. So lange ohne Schlaf finden die Versuchskaninchen heraus, dass das Böse in ihrem Unterbewusstsein schlummert. Die Geschichte basiert auf dem „Russischen „Schlafexperiment“. Diese „Creepypasta“ (eine Erzählung, bei der man nicht weiß, ob sie sich wirklich so zugetragen hat oder erfunden ist) zeigt, wozu Menschen fähig sind. Bis hin zur Selbstzerfleischung.

Im „Schlafexperiment“ sperren russische Forscher zum Ende des Zweiten Weltkrieges fünf Menschen in einen Raum, in den sie zuvor fast tödliches Gas geleitet hatten. Den politischen Gefangenen wird versprochen, dass sie freigelassen werden, wenn sie es schaffen, 30 Tage nicht zu schlafen.

Die ersten fünf Tage unter Beobachtung der Forscher geht alles gut, doch dann drehen die ersten Probanden durch. Sie schreien bis ihnen die Stimmbänder reißen, fügen sich selbst schwerste Verletzungen zu. Als die Forscher das Projekt schließlich abbrechen und die Testsubjekte schon nach 15 Tagen aus dem Giftraum holen wollen, wollen diese den Raum nicht mehr verlassen.

Sie wollen nur noch wach bleiben, um ganz befreit zu werden. Doch anhand der schwersten Verletzungen, die sie inzwischen haben, sterben alle trotz Notoperationen. Ein Thema, das am Ende in einem regelrechten Horrorfilm mündet.

Neben Vincent de Paul als „Richard Drexel“ spielt auch die deutsche Schauspielerin Jana Julie Kilka mit. Die 29-Jährige aus Köln bringt reichlich Bühnen- und TV-Erfahrung mit. So war sie bereits in den Fernsehserien Kanal fatal, Böse Mädchen, Hausmeister Krause, Dr. Stefan Frank und in dem Kinofilm „Der Schrei“ zusehen. In München und Köln stand sie in Der „Widerspenstigen Zähmung“ und „Romeo und Julia“ in der Hauptrolle auf der Theaterbühne.

Als „Taylor“ wird sie nun in „Deprivation“ die Hauptrolle übernehmen. Zweiter Hauptdarsteller ist Costas Mandylor als „Vovan“. Er spielte in den bekannten TV-Serien „Sex and the city“ und „Navy CIS“ mit. Giani Capaldi wird den „Jake“ geben, Holly Lynch die „Lilith“ und Kirsten Lea die „Vivian“.

Zusammenschneiden

Nach den Dreharbeiten in Rom müssen die Aufnahmen zum fertigen Film zusammengeschnitten werden. Den Stolberger Fans des Horrorfilms verspricht Chris G. Maier eine Vorpremiere von „Deprivation“. In der Bibliothek der Kupferstadt werde der Film zu sehen sein, bevor er in den Kinos anlaufe.

„Vincent de Paul wird im Mai des laufenden Jahres außerdem noch einmal nach Stolberg kommen“, kündigt Maier an. Und das nicht nur, weil ihm bei seinem vergangenen Besuch das Schnitzel hier so gemundet habe. Maier: „Wir wollen demnächst zusammen einen Film in Deutschland machen.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert