Den Werther Narren macht niemand etwas vor

Von: Heike Eisenmenger
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Von insgesamt 16 Wagen – auf unseren Bild das imposante Gefährt der KG Adler Werth – regnete es auf die jubelnde Narrenschar am Wegesrand nieder. Foto: H. Eisenmenger
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Gut beschirmt war die Wertherin Käthe Bosch samt weiterer rot-schwarz gekleideten Damen im Karnevalszug unterwegs.

Stolberg-Werth. Die Werther sind schon ein besonderes Völkchen. Zahlenmäßig zwar überschaubar, aber was das Feiern im Dorf angeht, kann ihnen keiner so schnell etwas vormachen. Auch wenn es nicht mal mehr ein Geschäft im Ort gibt, ist der Zusammenhalt immer noch sehr stark.

Beim Karnevalsumzug am Sonntag konnte man wieder einmal feststellen, wie beliebt die Werther sind: Die Zufahrtsstraßen waren von etlichen parkenden Autos gesäumt, und der Zugweg von unzähligen Karnevalisten. Die wirkten auf die Zugteilnehmer wie reines Adrenalin. Es wurde gebützt, geherzt und gelacht ohne Unterlass.

Moderiert wurde das Geschehen über Lautsprecher von Peter Nießen, der Mann „für besondere Angelegenheiten“ im Karnevalsverein „Adler Werth“. Hoch oben thronend auf einem Hubwagen, erklärte er den närrischen Besuchern, welche Gruppe bzw. Karnevalsgesellschaft da just vorbeirollte oder -ging.

Zu den ersten, die im Zug mitgingen, gehörte eine Gruppe aus Werth, die sich als Robin Hood verkleidet hatte. Statt mit Pfeilen schossen die Mitglieder allerdings mit Kamelle – sehr zur Freude der Zuschauer, die sich jauchzend auf die vielen Leckereien stürzten.

Maijungen lassen Boden beben

Ein wichtiges Aushängeschild, was das Feiern im Dörfchen betrifft, sind die Maijungen. Die Herren der Schöpfung feierten so ausgelassen, dass im wahrsten Sinne des Wortes der Bretterboden des Umzugswagens erbebte. Ihr Wagen war einer von insgesamt 16, die am Sonntagnachmittag gezählt wurden – sechs davon kamen aus Werth.

Insgesamt zogen rund 350 Teilnehmer – darunter drei Prinzen, eine Prinzessin und ein Dreigestirn – durch das Dorf. Und es waren auch Neuzugänge unter den Teilnehmern, so wie etwa die „Stolberger Bürgerwehr“ oder auch eine Narrenabordnung aus Eilendorf, die für Frohsinn sorgten.

Anja Vaßen war eine der vielen Narren, die extra wegen des Zuges nach Werth gekommen waren. „Ich wohne zwar jetzt auf dem Donnerberg, aber ich stamme von hier. Es erstaunt mich immer wieder, was dieser kleiner Ort zustande bringt“, sagte die 35-Jährige begeistert. Dem konnte Heinz Wagner aus Stolberg nur beipflichten: „Der Umzug in Werth ist immer super. Immer“, sagte der 72-Jährige mit Nachdruck.

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