Den Sieg gegen Niederpleis leichtfertig verspielt

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Die 1. Damenmannschaft des Stolberger SV in der Handball-Verbandsliga berät sich in der Spielpause mit ihrem Trainer. Am Ende des Spiels stand ein deutlicher Sieg für das Team aus der Kupferstadt.

Stolberg. Im ersten Heimspiel der Saison in der Handball-Oberliga musste sich die männliche C-Jugend des Stolberger SV dem Gegner vom TuS Niederpleis knapp mit 22:24 geschlagen geben.

Am Wochenende stand das erste Heimspiel der männlichen C-Jugend in der noch jungen Oberligasaison an. Es kam der Gast aus Niederpleis (Kreis Bonn/Euskirchen/Sieg). Wie in der letzten Woche auch mussten die Stolberger Jungs schnell einem Rückstand von 0:3 hinterherlaufen. Dieses Mal allerdings gelang den Kupferstädtern die Aufholjagd und zur Mitte der ersten Halbzeit schließlich die erste Führung.

Knappe Führung

Trotz spielerischer und kämpferischer Überlegenheit konnte kein deutlicher Vorsprung erarbeitet werden. Man ging mit einer knappen 11:10 Führung in die Halbzeit. Nach dem Seitenwechsel waren die Stolberger weiterhin spielbestimmend bis sich in der Mitte der zweiten Halbzeit die Ereignisse überschlugen. Es begann mit einer Doppel-Bestrafung (2 x 2 Minuten) die gleichzeitig die rote Karte nach sich zog (3. Zeitstrafe). Dicht gefolgt von einer weiteren Zeitstrafe und einer gelben Karte für die Bank. Stolberg stand nun lediglich mit vier Feldspielern auf der Platte und das Spiel kippte.

Fragen bleiben

Die eigentlich spielschwächeren Gäste nutzten diese Phase aus, um mit zwei Toren in Führung zu gehen. Trotz starker Bemühungen der Stolberger könnten die Gäste aus Niederpleis diesen Vorsprung ins Ziel retten. Damit war die Niederlage mit 22:24 amtlich und das junge Stolberger Team muss sich fragen lassen: Warum?

Hier war sicher mehr drin und die ersten Punkte wären durchaus möglich gewesen. Am dritten Spieltag geht es jetzt am Sonntag, 2. Oktober, zum Auswärtsspiel nach Gummersbach zum sehr spielstarken Tabellenführer. Das wird sicher eine Herausforderung für das Stolberger Team. Das nächste Heimspiel findet nach den Herbstferien am 29. Oktober gegen den Nachbarn von BTB Aachen statt, den man bereits in der Qualifikation zur Oberliga besiegen konnte.

In der Verbandsliga schlug das 1. Damen-Team des Stolberger SV den Godesberger TV mit 31:21. Auch die zweite Damenmannschaft war am zweiten Spieltag erfolgreich.Am Samstagnachmittag empfingen die Stolberger Damenmannschaften zu den gewohnten Zeiten ihre Gegnerinnen aus Gürzenich bzw. Bad Godesberg. Nachdem die zweite Damenmannschaft um Trainer Harry Seeliger die Punkte der ersten Partie des Tages gegen Gürzenich nach einem über lange Zeit ausgeglichenen und spannenden Spiel in Stolberg behalten konnte, war die erste Damenmannschaft mit Trainer Toni Ackermann fest entschlossen, es ihr gleich zu tun. Gleich zu Beginn des Spiels konnten die Stolbergerinnen ihr Vorhaben unterstreichen und zeigen, dass sie dieses Mal wacher zur Sache gehen wollten als noch beim Saisonauftakt zwei Wochen zuvor.

Fehler provoziert

Die Gastgeberinnen zwangen ihre Gegnerinnen aus einer kompakten Abwehr zu einigen Fehlern und wandelten diese in erfolgreiche Angriffe um. Kam doch mal ein Ball auf das Tor der hervorragend aufgelegten Stolberger Torhüterinnen Silke Hermanns und Elke Knooren, konnten diese viele Chancen der Bonnerinnen vereiteln und die Gäste vor allem am Siebenmeterpunkt schier zur Verzweiflung bringen. Dieser Rückhalt gab der Stolberger Truppe zusätzliche Motivation und brachte einen Halbzeitstand von 15:12, den es weiter auszubauen galt.

In der Kabine forderten Trainer und Betreuerin Jutta Müller, weiter an die gute Abwehrarbeit der ersten Hälfte anzuknüpfen und auf der eigenen linken Seite früher und konsequenter zuzupacken. Der Angriff sollte gegen die zunehmend offensive Deckung der Gäste, die im Training für diese Fälle eintrainierten Spielzüge spielen, und die Kreisläuferinnen weiterhin ins Spiel einbeziehen. Gesagt, getan, konten die Stolbergerinnen ihre Führung kontinuierlich ausbauen. Im Angriff wurden konsequent Lücken erarbeitet und genutzt.

Die Abwehr stand weiterhin solide, schloss die Lücken durch gutes Verschieben und konnte sich nach wie vor auf ihre Torhüterin verlassen. Den an diesem Tag nicht so zahlreich erschienenen Zuschauern wurde ein ansehnliches Spiel geboten und sie mussten erfreulicher Weise zu keiner Zeit zittern, dass die Partie noch kippen könnte.

Alles in allem kann die Damenabteilung einen erfolgreichen Spieltag verbuchen und ist entschlossen, am kommenden Wochenende an die Erfolge aus diesen guten Partien anzuknüpfen. Für die zweite Damenmannschaft spielt am kommenden Samstag (1. Oktober) um 16 Uhr in Eschweiler-Röhe, während die erste Damenmannschaft um 17.30 Uhr in Bockeroth anwirft. Über mitreisende Fans freuen sich beide Mannschaften.

In der Handball-Landesliga siegte die 1. Herren-Mannschaft des Stolberger SV auswärts in Nümbrecht bei der der „Zweiten“ des SSV mit 32:30. Es war ein schwieriges Spiel bei einem hartnäckigem Gegner.

Die Vorzeichen für das zweite Auswärtsspiel der Saison bei den heimstarken Oberbergern standen nicht gut. Ein Grippevirus hatte Teile der Mannschaft incl. Trainer unter der Woche lahm gelegt, so dass der Leistungsstand unklar und die Spielvorbereitung improvisiert war. Den Spielbeginn verschlief der Gast nun auch vollständig und lag nach sechs Minuten bereits 5:1 zurück.

„Zu diesem Zeitpunkt war die Abwehr gegen den Rückraum viel zu passiv und ließ den Torwart hinten alleine. „Darüber hinaus haben wir in dieser Phase Tamino Kleinhöfer mit einer Wadenverletzung verloren“, schildert Trainer Bernd Schellenbach. Doch der SSV behielt die Ruhe, die auf eine 5:1-Variante geänderte Deckung fand nun mit David Schornstein im Tor in die Partie und es gelang ein 13:6-Lauf bis kurz vor die Pause zum 14:11. „Leider wurden wir dann zu lässig und haben neben einem Sieben-Meter noch zwei weitere Großchancen liegen gelassen, so dass Nümbrecht zur Halbzeit ausgleichen konnte.

Wir mussten eigentlich mit einem größeren Vorsprung in die 2. Hälfte starten“, so der SSV-Coach. Nach der Pause bot der Gastgeber den Stolbergern einen harten Kampf. Während Nümbrecht über den Rückraum Akzente setzen konnte, gelangen dem SSV über Tempo und die Außenpositionen weitere Treffer. Am Ende konnte der Gast seine Führung erleichtert ins Ziel bringen.

„Die Woche war für uns nicht leicht, und der Verlust von Tamino tut richtig weh. Letzte Saison hätten wir so ein Spiel wohl noch verloren, und wir müssen in vielen Bereichen noch deutlich zulegen“, resümiert Schellenbach den Auswärtssieg für seine noch verlustpunktfreie Mannschaft. Die kommende Woche muss das Team daher nun intensiv nutzen, kommt doch mit Bonn 2 die „Wundertüte“ der Liga am 1. Oktober (19:45 Uhr) an den Glashütter Weiher. Stolberg setzt auf seine Fans.

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