Den Kleinen den Bildungsstart erleichtern

Von: dim
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Thomas Braun (v.l.) von der VR-Bank, Raimund Lesmeister vom DRK, Apotheker Georg Blatzheim und der Vorsitzende der Stolberger Tafel, Thomas Schellhoff, bitten um Spenden für die „Aktion Schultüte“ zugunsten bedürftiger Kinder. Foto: D. Müller

Stolberg. Bereits im siebten Jahr will die „Aktion Schultüte“ Kindern aus finanziell schwachen Familien den Start in das Schulleben erleichtern. „Da jedes Jahr neue Kinder eingeschult werden, war uns von Beginn an klar, dass die ,Aktion Schultüte‘ ein nachhaltiges Projekt sein muss“, beschreibt Initiator Raimund Lesmeister vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) und bittet um Spenden von Stolberger Bürgern.

„Wenn man die Erstausrüstung für ein Schulkind anschafft, kommen schnell mehr als 200 Euro zusammen, und leider gibt es in der Kupferstadt viele Familien, die das Geld dazu einfach nicht haben“, sagt Thomas Braun, Regionalbereichsleiter der VR-Bank, die das Projekt seit der ersten Stunde unterstützt. Einerseits würden Kinder, die keine Schultasche haben, sondern ihr Unterrichtsmaterial in einer Plastiktüte transportieren, von den Mitschülern ausgegrenzt, sagt Georg Blatzheim, und „andererseits sind die Vorgaben der Schulen durchaus sinnvoll, denn schlechtes Material wirkt demotivierend, und die Kinder verlieren schon am Anfang die Lust auf Schule.“

Wenn die Minen von Bunt- und Bleistiften ständig brechen, der Füller häufig kleckst, und die Blätter von Mal- und Zeichenblocks herausreißen, wirke dies demotivierend bis frustrierend auf die Schulanfänger. Familien, denen die Mittel für hochwertige Schultaschen und Federmappen fehlen, würden darauf ganz verzichten oder auf billige Produkte zurückgreifen müssen, und „diese Sachen halten nicht lange und müssen dann öfter angeschafft werden“, meint Thomas Schellhoff, Vorsitzender der Stolberger Tafel.

In der Kupferstadt gibt es in jedem Jahr 60 bis 80 Kinder, die statt mit trendigem Schulranzen mit einer Plastiktüte, gefüllt mit zu wenig und minderwertigem Unterrichtsmaterial, in die Schule gehen müssten – würde es nicht die „Aktion Schultüte“ geben. „Wir gehen davon aus, dass der Bedarf steigt, da auch Kinder aus Familien, die vor Krieg geflohen sind, hinzu kommen“, sagt Lesmeister.

Daher bittet das Team der „Aktion Schultüte“ vor dem neuen Schuljahre wieder um Sach- und Geldspenden. Willkommen sind gut erhaltene Schultaschen und Federmappen sowie Lineale, Zirkel oder Radiergummis. „Die meisten Materialien müssen wir allerdings neu erwerben, so dass wir auf Geldspenden angewiesen sind“, erläutert Lesmeister und nennt Schulhefte, Mal- und Zeichenblöcke als Beispiele. Schellhoff betont, dass Geldspenden hundertprozentig in Form von Schulsachen ausschließlich bei wirklich bedürftigen Kindern ankommen: „Die Eltern müssen mit einer Kundenkarte der Tafel, einem Nachweis vom Jobcenter oder einer Bescheinigung vom Sozialamt die Bedürftigkeit nachweisen.“

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