Stolberg - Dem Tiger den Portwein ins Maul verabreicht

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Dem Tiger den Portwein ins Maul verabreicht

Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung:
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Stellten neben dem sanglichen Qualitäten auch ihr Talent als Komödianten unter Beweis: Kaybee und John Cashmore bei „Dinner for one”.

Stolberg. Zu einem britisch-deutschen Weihnachtskonzert hatten John und Kaybee Cashmore in das Museum Zinkhütter Hof geladen, und gut hundert Freunde internationaler adventlicher Musik waren ihrem Ruf am Samstagabend gefolgt.

Doch auf weihnachtliche Klänge aus den geschulten Kehlen mussten die Gäste rund eine halbe Stunde warten, in der vor allem Sänger und Musical-Darsteller John Cashmore sein schauspielerisches Talent komödiantisch unter Beweis stellte.

In fünf Rollen geschlüpft

Gekonnt schlüpfte er in gleich fünf Rollen; gab Sir Toby, Mr. Winterbottom, Admiral von Schneider, Mr. Pommeroy und natürlich den Butler James, der Miss Spohie - in diesem Fall Kaybee Cashmore - an ihrem 90.Geburtstag bedient.

Ein wenig altersschwach, aber höchst bemüht um das Wohl der Dame des Hauses servierte „James” und vertrat die längst verstorbenen Gäste bei dem „Dinner for one” würdig wie trinkfest.

Vom tölpelhaften Stolpern über das Tigerfell bis hin zum legendären Schluck aus der Blumenvase ließ Cashmore dabei keinen Lacher aus und amüsierte die Gäste, indem er dem toten Tiger den Portwein direkt in sein Maul verabreichte.

Abwechslungsreiches Programm

Nach der Aufführung des in Großbritannien weitgehend unbekannten „Dinner for one”, das in Deutschland dagegen einen Kultstatus, besonders an Silvester, genießt, wurde es vorweihnachtlich musikalisch.

Stimmgewaltig präsentierten Kaybee und John Cashmore sowohl solistisch als auch im Duett ein abwechslungsreiches Programm, in dem klassische und moderne Advents- und Weihnachtslieder wohl miteinander harmonierten.

„Alle Jahre wieder” und „Ave Maria” intonierte das Paar ebenso wie „Rudolph, the red nosed Reindeer” oder den „Jingle Bells Rock”. Flott erklangen „Rockin´ around the Christmas-Tree” und die 70er Jahre Songs „I wish it could be Christmas every Day” der Glamrock-Band „Wizzard” sowie „So here it is, Merry Christmas” von Slade durch den Zinkhütter Hof.

Die „Cashies”, wie sich das singende Paar selbst bezeichnet, erfreuten ihre Gäste mit Kirk Franklins „The Night when Christ was born” und außerdem mit Spirituals wie „Joy to the world” oder „Glory to the newborn King”.

Wie ein roter Faden zog sich dabei charmante Komik in Bezug auf das britisch-deutsche Weihnachtsverständnis der Cashmores durch das Programm. So sang Kaybee gemeinsam mit dem Publikum „Stille Nacht, Heilige Nacht”, wobei John ab der zweiten Strophe lautstark den Text „soufflierte”. Was amüsant gedacht war, zerstörte diesmal allerdings leider die besinnliche Atmosphäre.

Stimmungsvoller Abschluss

Dieser trug das singende Paar dann wieder mit Liedern wie Irving Berlins weltbekanntem „White Christmas”, einem Spaziergang durch das „Winterwonderland” oder dem deutschen Weihnachtslied „Oh Tannenbaum” stimmungsvoll Rechnung.
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