Decker macht das Rennen am „Goethe”

Von: Michael Grobusch
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Er ist seit gut zwölf Jahren am Goethe-Gymnasium und wird ab August dessen neuer Leiter sein: Bernd Decker. Foto: M. Grobusch

Stolberg. Die Besetzung der Schulleiterstelle wird im Goethe-Gymnasium eine interne Angelegenheit bleiben. Mit deutlicher Mehrheit hat sich die Schulkonferenz für Bernd Decker entschieden, der bereits seit gut zwölf Jahren auf der Liester als Lehrer tätig ist. Der 44-Jährige wird zum neuen Schuljahr die Nachfolge von Stefanie Luczak treten, die nach 34 Jahren in Stolberg in Pension geht.

Die nach ausstehende Zustimmung der Bezirksregierung gilt als reine Formsache.

Mit der Abstimmung im „Goethe” dürfte auch die Entscheidung für das Ritzefeld-Gymnasium gefallen sein. Auch dort hatte sich Decker beworben - ebenso wie sein Erftstädter Kollege Armin Ochse, der beim Auswahlverfahren am Goethe-Gymnasium unterlag und nun als einziger Anwärterauf die Nachfolge von Burghart Klein am zweiten Stolberger Gymnasium übriggeblieben ist. Dort wird die Schulkonferenz am kommenden Dienstag zusammenkommen. Echte Alternativen bieten sich ihr allerdings nicht mehr, denn bei Stimmengleichheit oder Ablehnung würde die Bezirksregierung die Entscheidung ohne eine weitere Beteiligung der Schule treffen.

Dem Vernehmen nach hat Ochse bei seiner Präsentation am Goethe-Gymnasium einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Letztlich sprachen aber offensichtlich vor allem die profunden Kenntnisse über die Schule und das Alter für Bernd Decker. Armin Ochse, der derzeit Lehrer am Gymnasium Lechenich im gleichnamigen Erftstädter Stadtteil ist, hat mit 60 Jahren nur noch eine überschaubare Dienstzeit vor sich, wenngleich er bei seiner Vorstellung auf die Möglichkeit verwies, über das eigentliche Renteneinstiegsalter von 65 hinaus arbeiten zu können und zu wollen. Während der Favorit auf die Klein-Nachfolge Französisch und Russisch unterrichtet, sind es bei Decker die Fächer Mathematik, Physik und Informatik.

Seinem Rollentausch vom Kollegen zum Chef sieht der 44-Jährige, der in Trier geboren ist und in Aachen studiert hat, gelassen entgegen. „Als Verantwortlicher für die Stunden- und Vertretungspläne gehöre ich schon seit Jahren zum Schulleitungsteam.” Und aus dem rund 65-köpfigen Kollegium habe er schon während des Bewerbungsverfahren „ganz überwiegend Zustimmung geerntet”.

Das war auch bei Stefanie Luczak so, die sich angesichts der Entscheidung der Schulkonferenz sehr zufrieden zeigte. „Das entspricht genau meinen Wünschen und Vorstellungen. Jetzt weiß ich, dass es Kontinuität geben wird und ich unsere Schule in gute Hände übergeben kann.”

Kontinuität heißt im Verständnis von Bernd Decker auch, die vorhandenen Schwerpunkte weiter zu verstärken. Konkret sollen für den bilingualen Zweig vermehrt Berufspraktika im Ausland angeboten werden, die Kooperation mit FH und RWTH sowie die praktischen Elemente für die naturwissenschaftlichen Eingangsstufen intensiviert werden und die Schule im Zuge der bevorstehenden Erweiterung zu einem „Haus des Lernens” weiterentwickelt werden, in dem selbstständiger und projektorientierter Arbeit eine große Bedeutung zukommt.

Während die Frage nach dem Schulleiter am Goethe-Gymnasium beantwortet ist, wird die Nachfolge des bisherigen Stellvertreters Friedrich Merz, den es als Leiter nach Eschweiler zieht, wohl erst im Herbst geklärt. Alleinige Entscheidungsbefugnis hat in diesem Fall die Bezirksregierung, besetzt wird die Stelle wahrscheinlich zum Halbjahresende im Februar 2011. Bis dahin wird Hans Schindewolf die Aufgaben kommissarisch übernehmen.
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