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Das trainierte Elfmeter-Festival bleibt am Abend im Rat unvollendet

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:

Stolberg. Die Sicht auf das Tor war am Dienstag Abend auf einmal nicht mehr gegeben. Dem Stadtrat gelang es nicht, die erwarteten drei Elfmeter zu verwandeln. Der Ball war plötzlich weg. Anstelle die Finanzierung für die drei Kunstrasenprojekte in Breinig, Gressenich und im Stadion Glashütter Weiher unter Dach und Fach zu bringen, musste die Politik nach einer Halbzeit quasi zurück in die Kabine. Ein Mitspieler hatte seine Mannschaft unerwartet zurückgezogen.

In diesem Fall war es die Deutsche Reihenhaus AG aus Köln, die sich am Dienstag mit den Konditionen bei diesem Stolberger Turnier nicht mehr zufrieden zeigte. Der Rat wollte ihr am Abend 13.500 m2 des Sportplatzgeländes Rotsch verkaufen. 1,3 Millionen Euro waren als Preis angeboten. 800.000 Euro davon sollten mit der Baugenehmigung für das neue Wohngebiet ausgezahlt werden; 500.000 Euro wurden für den Neubau der Straße Rotsch kalkuliert, wobei verbleibende Restbeträge ebenfalls an die Stadt gehen sollten.

Das Unternehmen hatte mittlerweile das Gelände nochmals sondiert, den Untergrund eingehender studiert. Und ist nach Informationen unserer Zeitung zu dem Schluss gekommen, dass der Kaufpreis nicht gehalten wird, bestätigte Fachbereichsleiter Andreas Pickhardt. Eine sechsstellige Summe soll jetzt weniger geboten werden. Mehraufwand bei der Entsorgung der roten Asche, bei der Anfüllung des Geländes sowie Kanalisierung würden als Gründe genannt. Der Verkauf wurde in nicht öffentlicher Sitzung auf Februar vertagt. Es soll nachverhandelt und geprüft werden. Damit stehen Fragezeichen hinter der Finanzierung der Projekte für den FC, aber auch für die SG Stolberg.

In der ersten Halbzeit erfolgreich gespielt hat der Rat zugunsten des SV Breinig. Die Vorlagen für Neubaugebiet und Sportplatz wurden – gegen die Stimmen von FDP und Linken – von der Mehrheit gezielt verwandelt.

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