Das Schlagsaitenquantett überzeugt im „Piano“

Von: mlo
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Sorgten für Stimmung: Guido Breidt (Cájon), Holger Remmel (Gitarre), Georg Palm (Gitarre) und Andreas Tassew (Bass/v.l.). Foto: M.L. Otten

Stolberg. „Man müsste Klavier spielen können, wer Klavier spielt hat Glück bei den Frau’n“ sang einst Johannes Heesters und eroberte mit dem Chanson viele Frauenherzen. Im „Piano“ war es am Samstagabend nicht das Klavier, sondern die Gitarre, die die Herzen der Anwesenden schmelzen ließ.

Das Schlagsaitenquantett aus der Region Aachen mit Holger Remmel (Moderation, Gitarre), Georg Palm (Gitarre), Andreas Tassew (Bass) und Guido Breidt (Cájon) schaffte es in kürzester Zeit, die Stimmung in der Altstadtkneipe zum Kochen zu bringen.

Hier verdichtete sich all das, was einen guten Musikabend ausmacht: Begeisterung und Leidenschaft, Kreativität und stilistische Vielfalt und das starke Gefühl, Teil einer guten Gemeinschaft zu sein. So manch einer war überrascht, was man auf einer Akustikgitarre so alles machen kann. In den Gesichtern der Musikliebhaber, die aus Stolberg und Umgebung gekommen waren - die weiteste Anreise hatte Zahnarzt Sharif aus Kairo, der erst am Mittag angereist war, weil er vom Klinikum Aachen zu einer Weiterbildung in der Lasertechnik eingeladen wurde - mischten sich Faszination mit Bewunderung.

Die Musik war individuell, spritzig, lebendig. Die Eigenkompositionen und Arrangements traditioneller Klassiker erhielten Elemente, die an Gypsy-Swing, Latin-Pop und Rock anknüpften. Ganz im Moment verweilend, malten die Herren unvergessliche Bilder in die Seelen der Zuhörer.

Neben Heiterkeit wie in „Summertime“ oder in „La corea“ mischte sich leise Melancholie. „Madre Mia“ hatten sie allen Müttern vor Ort und daheim gewidmet. Von Santana spielten sie „Moonflower“, von Django Reinhard „Minor Swing“ und vom Rosenberg Trio „Sephora“ Und auch Brahms „Ungarischer Tanz Nr. 5“ fehlte nicht. Frontman Georg Palm fiel durch unaufdringliche Virtuosität auf. Er webte faszinierende Melodien in die kunstvollen Begleitungen und fesselte mit den Soloimprovisationen nicht nur seine Mitstreiter, sondern auch das Publikum, das sich von den Klängen der gezupften Saiten gefangen nehmen ließ.

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