Das lange Warten auf eine Erlaubnis aus Pulheim

Von: slg
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Stolberg. Ein kleiner Platz passender Optik zum Steinweg, mit Blick auf die Vicht und eventuell einer Außengastronomie: Die Stadt Stolberg möchte in der ehemals belebten Einkaufsstraße zwei alte Häuser abreißen und einen Quartiersplatz errichten.

Dazu, wie dieser Platz aussehen soll, gab es in den vergangenen Monaten eine breit angelegte Beteiligung der Öffentlichkeit mit Planungswerkstatt.

Der Entwurf eines Platzes auf Ebene des Steinwegs, den das Büro Reicher Haase aus Aachen eingereicht hatte, ging aus der Werkstatt als Favorit hervor. Am Mittwoch, 26. Oktober, wird sich auch der Ausschuss für Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt mit dem Thema befassen.

Doch die Sache hat noch einen Haken: Noch ist überhaupt nicht klar, ob die beiden Häuser mit den Hausnummern 38 und 40, welche die Stadt gekauft hat, abgerissen werden dürfen. Denn dazu muss das Rheinische Amt für Denkmalpflege mit Sitz in Pulheim erst einmal sein Einverständnis geben. „Die Fachbehörde hat die Gebäude besichtigt und wird in Kürze eine Stellungnahme abgeben“, erklärt Tobias Röhm, Technischer Beigeordneter der Stadt Stolberg.

Eine Begehung reicht nicht

„Es hat eine Begehung der Häuser stattgefunden“, bestätigt auch Monika Herzog vom Denkmalpflegeamt gegenüber unserer Zeitung. Das sei wichtig, um einen Eindruck zu bekommen, wie viel von eventuell alter Bausubstanz noch vorhanden ist, oder wie viel bereits verändert wurde. Allerdings reiche eine Begehung der Häuser aus Sicht der Behörde nicht aus, um eine fundierte Entscheidung über die Schutzwürdigkeit zu treffen.

„Dazu werden Dokumente aus Archiven herangezogen, um sich beispielsweise ein Bild davon zu machen, wie ein Straßenzug in der Vergangenheit aussah. Und das kann nun einmal etwas länger dauern“, erläutert sie die Vorgehensweise ihrer Kollegen.

Auch wenn die Erlaubnis aus Pulheim noch nicht da ist, muss die Stadt bei der Planung des Projekts auf die Tube drücken. Der Quartiersplatz Oberer Steinweg ist Teil des Entwicklungskonzepts Talachse Innenstadt, zu dem auch Kaiserplatz und Bastinsweiher gehören. Und um die benötigten Fördermittel für die Umgestaltung des Steinwegs abrufen zu können, muss das Konzept bis Ende des Jahres stehen.

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