Das Jesuskind erwartet in der Krippe Heiligabend

Von: jül
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Große Kulisse: Zur Öffnung der letzten Fenster ist der Andrang beim Weihnachtstreff auf dem Kaiserplatz besonders groß. Im 13. Jahr bietet das alte Rathaus für den Adventskalender eine prächtige Kulisse. Foto: J.Lange
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In diesem Jahr ist das brillante Platzfeuerwerk nicht der Abschluss, sondern der Start in den Endspurt der Kupferstädter Weihnachtstage.
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Neues Angebot: Die Weihnachtsgeschichte auf illuminierten Bildern.
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Den Kopf ins Genick gelegt und das Feuerwerk am Himmel beobachtet.
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Applaus: Die fünften Klassen des Ritzefeld-Gymnasiums trugen mit einem musikalischen Rahmenprogramm zur Öffnung des letzten Fensters bei.

Stolberg. Sie sind angekommen. Die Weihnachtsreporter Leonie und Jonas legen gemeinsam mit dem Pfarrer das Jesuskind in die Krippe der noch dunklen Kirche. „So muss es jetzt sein; das Licht und die Musik kommen erst in der Heiligen Nacht“, sagt der Pfarrer... Und die steht auch in der Kupferstadt noch bevor, obwohl die 24-teilige Geschichte „Weihnachten in unserer kleinen Stadt“ vom Aachener Bergmoser & Höller Verlag zu Ende erzählt ist.

Alle 24 Fenster des größten Adventskalenders der Region sind geöffnet; die letzten sechs Fenster wurden am Mittwoch mit einem umfangreichen Programm geöffnet, das Kinde der Tagesstätten Foxius-, Eifel- und Höhenstraße, der Grundschule Hermannstraße sowie des Goethe- und Ritzefeld-Gymnasiums gestaltet hatten.

Entsprechend groß war die Resonanz von Lehrern, Eltern und Angehörigen wie auch von Vereinen, Kollegen und Freunden, die die Gelegenheit nutzten, beim Weihnachtstreff noch einmal gemeinsam einen Glühwein zu trinken oder Geschenke auszutauschen.

Sogar manch weit gereisten Gast zog es zu einem Abstecher in die Kupferstadt. „Es ist richtig gemütlich hier“, sagt der Bremer Theaterwissenschaftler Achim Theilen, der auf dem Weg nach Barcelona mit Freunden auf dem Kaiserplatz verweilt, sich von der gemütlichen Atmosphäre einnehmen lässt und das schmucke Feuerwerk bewundert, das eigentlich den Abschluss der Kupferstädter Weihnachtstage einläuten sollte.

Doch in diesem Jahr ist es zu einem Startschuss für den Endspurt geworden. Die Kupferstädter Weihnachtstage sind verlängert; noch bis Sonntagabend können die Angebote auf dem Kaiserplatz und dem Alter Markt sowie in und um die Burg herum genossen werden. Da locken im Alten Rathaus die Krippenausstellung, das kulinarische Angebot vor den Pforten, ein Einkaufsbummel durch die Stolberger Geschäftswelt auf dem Weg in die Altstadt, wo die Weihnachtstage ein besonderes Flair verbreiten – sei es die kleine Budenstadt auf dem Alter Markt oder im Kunsthandwerkerhof oder auch im Torburg-Museum, auf den Burghöfen und im Inneren der Burg, wo Kunsthandwerker ihre Produkte anbieten und die Ausstellung „Meine Heimat“ die Glaskunst Stolberger Kirchenfenstern präsentiert.

Ab Freitag jede Menge Musik

Und mitten in der Altstadt locken auch noch zwei alternative Weihnachtskonzerte. Am heuitgene Abend verspricht im „The Savoy“ am Alter Markt die Formation „Rock in Time“ einen muskalischen Leckerbissen und am morgigen Samstag wird im „Piano“ an der Burgstraße „Carlos“ zu seinem ebenschon traditionellen Weihnachtskonzert erwartet

Der obere Burghof wird auch zur Mittagszeit des Heiligabend das Ziel von zahlreichen Besuchern sein. Von Jahr zu Jahr größer wird die Resonanz des Publikums, wenn um 13 Uhr der Musiikzug der Freiwilligen Feuerwehr unter Stabführung von Karl Schäfer zu seinem traditionellen Konzert ansetzt. Schon in der Vorkriegszeit hatte eine 1908 von Peter Bonaventura gegründete Kapelle auf der Burg weihnachtliche Weisen aufgeführt – von der obersten Etage des Bergfrieds. Fortgesetzt hat diese Tradition des „Turmblasens“ nach 1958 der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr, der nun zum 54. Mal die Besucher auf die Burg einlädt.

Dass sich auch die Kupferstädter Weihnachtstage einer steigenden Beliebtheit erfreuen, zeigt sich auch an Anfragen im Stadtrat und im Ausschuss für Stadtentwicklung. Die Verwaltung möge bitte darüber nachdenken, die bislang nur auf das Wochenende beschränkten Angebote bereits freitags zu öffnen, also die Märkte im Bereich von Burg und Altstadt: Den frühen Freitagabend würden nicht nur viele Stolberger nutzen, um sich zu einem Besuch auf solch einem Markt zu verabreden. Da würde sich auch der Kupferstädter Weihnachtsmarkt zu einem Auftakt für einen gemütlichen Winterabend in den Lokalitäten der Altstadt anbieten.

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