Das Interesse an Politik und die EU geweckt

Von: xeni
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Die Schülerinnen und Schüler des Goethe-Gymnasiums spielten einmal die große Europapolitik nach. Inklusive Wahlversprechungen und geheimer Wahl. Foto: E. Mourabit

Stolberg. „Das Verständnis für kulturelle Vielfalt ist grundlegend für die wirtschaftliche Stärke der EU. Ich glaube, nur wenn man versteht wie und warum andere Länder so ticken wie sie ticken, kann man auch mit den Menschen zusammenarbeiten“, findet Pia Hilgert, 17.

Damit beantwortet sie eine Frage von Thomas Leszke, Student der Politikwissenschaft und seiner Kollegin Katja Pichugova, die Europäische Kultur und Wirtschaft studiert.

Zusammen mit Alexander Hobusch, Jurastudent, und Lina Weigel, Studentin der Politik, führen sie einen Workshop am Goethe-Gymnasium durch: „Europa –Verstehen“. Die vier Studenten sind Trainer der überparteilichen Schwarzkopfstiftung, die den Workshop in Zusammenarbeit mit dem Zeitbildverlag anbietet. Ermöglicht wird das Projekt von der Mercator Stiftung und dem Europäischen Parlament.

Gemeinsam erarbeiten die Schüler der Sozialwissenschaftskurse aus Jahrgangsstufe 11, wie die Europäische Union entstanden ist, wie sie funktioniert und welche Kompetenzen sie hat. Außerdem soll gezeigt werden, was jeder Einzelne selbst in der EU tun kann.

Dynamisch erklären die Studenten komplexe Inhalte, beantworten Fragen mit teils kompliziertem Inhalt leicht verständlich und einprägsam. Das abwechslungsreiche Programm lässt die Schüler in Politikerrollen schlüpfen. Durch verschiedenen Spiele, Vorträge, Frage- und Diskussionsrunden wird ihnen einiges an neuem Wissen vermittelt und altes gefestigt.

Gerade in Bezug auf Europa sei Wissen sehr wichtig, findet Philipp Pletsch, Politiklehrer des Gymnasiums, das als „Europaschule NRW“ zertifiziert ist: „Ein Nicht-Wissen führt zu Skepsis, deshalb sind viele Leute skeptisch gegenüber der EU. Das darf nicht überhand nehmen, denn in einer globalisierten Welt gewinnt die EU auch immer mehr an Bedeutung und hat große Vorteile“, erklärt Pletsch, warum die Europäische Union seines Erachtens nach wichtig ist.

„Heute ist fast vergessen, dass die EU ein großes Friedensprojekt ist, das muss für die Zukunft gesichert werden“, fährt der engagierte Lehrer fort und stellt so den Workshop mit Schülern als der zukünftigen Generation in einen größeren Sinnzusammenhang.

„Wir sind alle glühende Europäer“, sagt Alexander Hobusch und formuliert damit prägnant, warum er und seine Trainerkollegen sich für die Schwarzkopfstiftung engagieren. Lina Weigelt ergänzt: „Jeder von uns hat das Gefühl, dass politische Bildung wichtig ist.“ Sie würden sich alle freuen, Leute überzeugen zu können, zur Wahl zu gehen.

Probewählen dürfen die Schüler jetzt schon. Eines der Spiele veranschaulicht den im nächsten Jahr anstehenden Wahlkampf zur Wahl des Europaparlaments und das Wahlsystem in der EU. Eine Gruppe Schüler schlüpft dafür in die Rolle von Politikern verschiedener Parteien und präsentiert deren Ansichten und Wahlversprechungen.

Danach gibt es dann auch eine geheime Wahl. Das Ergebnis ist selbstverständlich nicht repräsentativ, das Interesse am Wählen wurde aber sicher bei einigen Schülern geweckt.

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