Das Gelände der ehemaligen Brotfabrik wandelt sich

Von: Toni Dörflinger
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Stolberg-Münsterbusch. Im Bereich Mauerstraße/An der Kesselschmiede hat sich in den zurück liegenden Jahren einiges getan. Das Ödland wurde lange Zeit als Schrebergarten genutzt.

Der Blick reichte bis zur Prämienstraße, der Turm der Herz-Jesu-Kirche und das Gebäude der alten Brotfabrik nebst Kamin waren zu sehen. So präsentierte sich der Bereich um die Straßenkreuzung Mauerstraße/An der Kesselschmiede vor etwa 45 Jahren.

Das Ödland an der Straße wurde als Schrebergarten genutzt. So präsentierte sich dieser Bereich im Jahr 1974. Inzwischen hat sich das Bild grundlegend verändert. Kirche und Brotfabrik sind hinter einer „grünen Wand“ verschwunden. Nur der fünf Jahre später nach 1974 errichtete Turmhelm des Münsterbuscher Gotteshauses überragt die Baumkronen. Verändert hat sich auch das Bild entlang der Straßen. Auf der rechten Seite entstanden im Zeitraum zwischen 1982 und 1984 neue Gebäude für die Feuerwehr und die Polizei.

Ursprünglich hatte auf der rechten Seite eine Glashütte gelegen. Sie war in der Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden und hatte sich jahrzehntelang im Besitz der Firma Saint Gobain befunden. Nach der Schließung der Hütte im Jahr 1908 war das Gelände nicht mehr neu bebaut worden und hatte bis zur Errichtung von Feuerwehr und Polizei in den 1980er Jahren brach gelegen.

Die Herz-Jesu-Kirche hatte man 1901 errichtet. Ursprünglich hatte der Turm einen filigranen, schlanken Aufbau besessen: oberhalb einer Laterne lag ein spitzer Turmhelm. Diese Konstruktion ist bereits sieben Jahre nach Erbauung der Kirche infolge eines Sturmes zerstört worden. Das danach errichtete Modell präsentierte sich weniger schlank und filigran. 1944 war es auch um diese Gestaltung geschehen. Die Kriegsereignisse waren verantwortlich dafür, dass der Turm in der Folgezeit 30 Jahre lang ohne Helm blieb. Erst 1979 wurde ein neuer, achtkantiger Helm errichtet. Auf seiner Spitze ist neben Hahn und Kreuz eine Kugel angebracht, die auch als trigonometrischer Punkt dient.

Die Brotfabrik ist 1913 als Großbäckerei des Stolberger Konsumvereines entstanden. Der Bäckerei angeschlossen war ein Lebensmittelladen und eine Limonadenfertigung. Seit 1950 diente die einstige Großbäckerei der Kartonagenfabrik Hoyer als Standort. Teilweise neu bebaut wurde das Gelände 2003. Am Rand der alten Fabrik entstanden zwei Doppelwohnhäuser. Derzeit ist ein Umbau des gesamten Areals zu Wohnzwecken geplant.

Auf der Prämienstraße waren einst zahlreiche Geschäfte des täglichen Bedarfs angesiedelt. Heute wird die alte Häuserzeile nur noch für Wohnzwecke genutzt. Rechts waren zwei Wohngebäude zu sehen, die in den 1950er und 1970er Jahren entstanden.

Städtebaulich hat sich inzwischen einiges verändert: Mehr Grün und zahlreiche Neubauten prägen heute das Bild.

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