Stolberg-Mausbach - Das Feuerwehrgerätehaus soll endlich in neuem Glanz erstrahlen

Das Feuerwehrgerätehaus soll endlich in neuem Glanz erstrahlen

Von: Robert Flader
Letzte Aktualisierung:
„Angstraum”: Die Treppe nebe
„Angstraum”: Die Treppe neben dem Gerätehaus ist seit einigen Monaten gesperrt. Foto: R. Flader

Stolberg-Mausbach. Für die einen ist es ein echter Schandfleck, für andere Teil eines „Angstraumes”, für manche beides, und egal, wie man es dreht und wendet: Das größte Problem ist und bleibt das Geld. Das alte Feuerwehrgerätehaus auf dem Mausbacher Markusplatz ist vielen Anwohnern seit längerer Zeit ein Dorn im Auge.

Nun rückt der marode Gebäudekomplex zunehmend in den Fokus der Politik. Ganz speziell geht es um den unmittelbar neben dem Gebäude liegenden Treppenaufgang, der hinauf zum Bürgerhaus und in Richtung Grundschule führt.

Dass diese Treppe seit einigen Monaten sowohl oben am Bürgerhaus als auch unten am Gerätehaus gesperrt ist, hat nun die CDU zum Anlass genommen, die Verwaltung mit der Problematik zu konfrontieren. „Die ganze Ecke ist ein einziger Schandfleck”, sagt Marc Delzepich, Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Gressenich, Mausbach, Werth, Schevenhütte, Vicht und Zweifall. „Am liebsten wäre uns, wenn das Gerätehaus komplett abgerissen wird”, beschreibt Delzepich Variante 1, der auch die SPD nicht abgeneigt wäre.

Das würde bedeuten, dass mit dem Gerätehaus auch der Durchgang verschwindet. Die Politiker begrüßen diese Idee. Zu nächtlicher Stunde würde sich ohnehin niemand mehr durch den Aufgang, den „Angstraum”, trauen.

Dazu sagt der Mausbacher CDU-Ratsherr Adolf Konrads: „Da haben sich zuletzt immer komische Gestalten aufgehalten. Wir können uns keine Drecksecke erlauben, in der es auch noch unangenehm riecht.” Das Gerätehaus samt Treppenaufgang würde das gesamte Bild des Mausbacher Ortskerns in Mitleidenschaft ziehen, die Schüler müssten einen - vermeidbaren - Umweg gehen.

Mittlerweile kristallisiert sich aber noch eine zweite Variante heraus: Die Sanierung des Dachstuhls vom Gerätehaus, doch davon bliebe die Treppe hinauf zum Bürgerhaus voraussichtlich unberührt. „Das hätte mindestens zwei gravierende Nachteile”, warnt Marc Delzepich. „Erstens ist hier das Treppenproblem nicht gelöst und außerdem müssten wir in ein paar Jahren wieder über das Thema Sanierung reden.”

Die Entscheidung, was letztendlich mit dem alten Haus passiert, soll auch in Absprache mit den örtlichen Vereinen getroffen werden. Sowohl die Mausbacher Karnevalisten als auch die Kaninchenzüchter haben einen Großteil ihres Equipments im Gerätehaus verstaut. Eine Option scheint, dass als Stauraum der Pausenraum des Bürgerhauses infrage kommt. Delzepich: „Das wird definitiv mit den Vereinen Hand in Hand abgesprochen.” Denkbar seien auch Container auf dem Platz vor dem Bürgerhaus.

Abriss fast doppelt so teuer?

Die Frage, die sich in Stolberg fast zwangsläufig stellt, ist: Was darf der (Teil-)Abriss kosten? „Das größte Problem ist das Geld, es kommt darauf an, welche Variante entsprechend günstig zu realisieren ist”, sagt Fachbereichsleiter Andreas Pickhardt.

In einer entsprechenden Verwaltungsvorlage ist von 90.000 Euro für Variante 1 (Komplettabriss) und 50.000 Euro für Variante 2 (Dachsanierung) die Rede.
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