Das eigene Archiv wird noch viel Arbeit in Anspruch nehmen

Von: Toni Dörflinger
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Ehre wem Ehre gebührt: Josef Lang, Katharina Schreiber, Anny Schießl, Helmut Schreiber und Waldemar Hartwig wurden für ihre langjährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Foto: T. Dörflinger

Stolberg. Den Rückblick hatte Helmut Schreiber, Vorsitzender des Stolberger Heimat- und Geschichtsvereins, kurzweilig und abwechslungsreich gestaltet. Er nutzte eine Power-Point- Präsentation, um die anwesenden Mitgliedern im Saal des Kupferhofes Rosenthal mit den Aktivitäten des vergangenen Jahres vertraut zu machen.

Im ersten Teil seiner Präsentation hatte Schreiber aber nicht die vielfältigen Aktivitäten in den Mittelpunkt gestellt, sondern die Berichterstattung über den Aufbau und die Einrichtung eines vereinseigenen Archivs in den Kellerräumen des früheren Vichter Pfarrhauses an der Kranzbergstraße. Dort nutzt der rund 230 Mitglieder zählende Verein seit Anfang des vergangenen Jahres zwei von ihm selbst gestaltete und umgebaute Räume für die Lagerung seines umfangreichen Buchbestandes und die Archivierung lokalgeschichtlicher Werke und Materialien.

Eine Arbeit, wie Schreiber versicherte, die sehr zeitintensiv ist und die dort beschäftigten Aktiven – wozu auch die frühere Bibliothekarin Barbara Bisping-Bau gehört – noch einige Jahre in Anspruch nehmen wird.

Ebenso ausführlich widmete sich der Vorsitzende den zahlreichen Vorträgen, Exkursionen und Betriebsbesichtigungen. So wurde die Vortagsreihe beleuchtet, die sich unter anderem dem regionalen Kaffeeschmuggel, dem unter Napoleon geplanten Rhein-Maas- Kanal und dem berühmten Reitergeneral Jan van Werth widmete.

Einen breiten Rahmen hatte Schreiber zudem der geschichtlichen und kulturhistorischen Exkursion ins belgische Löwen gewidmet, die bei den Mitgliedern auf eine beeindruckende Resonanz gestoßen war. Dem großen Interesse geschuldet wurde die Tour einige Wochen später noch einmal angeboten.

Gut besucht waren laut Schreiber auch die Besichtigungen, die den Geschichtsverein in den frisch restaurierten Stolberger Hauptbahnhof und in das Kerschgens-Werk an der Steinbachstraße führten. Viel Zeit hatte sich der Geschichtsverein aber auch für den Besuch der Ausstellungsreihe anlässlich des Karlsjahres im benachbarten Aachen genommen.

Dank sagte Helmut Schreiber Ausstellungsleiter Karl Meurer und seinem Team, das wiederum in der Galerie der Burg unter dem Thema: „Lebensader Vichtbach“ für eine niveauvolle und gut besuchte Schau gesorgt habe. Erwähnt wurde anlässlich des Rückblicks auch das neu veröffentlichte Werk „Werden und Wachen, Handel und Wandel in Stolbergs Mitte – Geschichte der Zweifaller Straße und des ehemaligen Stadtteils Hammer“, das im vergangenen November unter der Federführung von Katharina und Helmut Schreiber veröffentlicht wurde.

Eine Rolle spielte bei der Jahreshauptversammlung auch der Beitrag: Der wurde von 15 auf 20 Euro für Einzelmitglieder und von 25 auf 30 Euro für Partner angehoben. Laut Beschluss der Versammlung tritt die Anhebung mit sofortiger Wirkung in Kraft.

Viel vorgenommen hat sich der Geschichtsverein für das laufende Jahr. Zum Programm gehören nach Aussage des Vorsitzenden im ersten Halbjahr beispielsweise Vorträge, Besichtigungen und Ausflüge, wobei sich der Geschichtsverein unter anderem mit dem Stolberger Glas, der Abtei Rolduc und dem belgischen Mons beschäftigen wird. Die genauen Termine sollen zeitnah bekanntgegeben werden.

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