„Das Berufsbild Erzieher erfährt einen Wandel”

Von: Dirk Müller
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Rund 250 pädagogische FachkrÀ
Rund 250 pädagogische Fachkräfte aus der Städteregion treffen sich bei der Tagung zum Thema „Was Kinder zum Sichbilden brauchen” im Zinkhütter Hof. Foto: D. Müller

Stolberg. Bereits zum achten Mal war der Zinkhütter Hof Schauplatz einer Fachtagung für pädagogisch tätige Kräfte in Kindertageseinrichtungen, die von den Jugendämtern der Städteregion, dem Landschaftsverband Rheinland (LVR) sowie den Spitzenverbänden der in der Region tätigen Kitas veranstaltet wurde.

Zum Thema „Was Kinder zum Sichbilden brauchen” waren von allen Kitas der Städteregion jeweils zwei Fachkräfte in die Kupferstadt eingeladen, so dass der Zinkhütter Hof gut besucht war: Rund 250 Erzieherinnen und einige wenige männliche Fachkräfte wohnten der Veranstaltung bei, um sich zu informieren und auszutauschen.

„Wir freuen uns natürlich über diese große Resonanz, und dass auch zahlreiche Vertreter der Fachschulen anwesend sind, denn die Rückmeldung der Ausbilder ist wichtig”, sagte Klaus-Peter Naurath vom LVR.

Er verwies darauf, dass die Fachtagung für die pädagogischen Fachkräfte ihrerseits sehr attraktiv sei, zumal die Veranstalter eine hochkarätige Referentin gewinnen konnten. Mit Dr. Gabriele Haug-Schnabel, der Leiterin der „Forschungsgruppe Verhaltensbiologie des Menschen” (Freiburg) referierte eine Autorin diverser Fachbücher, die seit vielen Jahren bei nationalen wie internationalen Kongressen tätig ist.

„Große Herausforderung”

„Das Berufsbild Erzieher erfährt einen Wandel, was wir in Stolberg zum Beispiel durch die für uns relativ neue U3-Betreuung sehen. Es ist eine große Herausforderung und ein anderes Arbeiten, von dem auch die älteren Kinder profitieren”, beschrieb Josef Offergeld vom Kupferstädter Jugendamt. Sowohl die Anforderungen als auch die Wertschätzung der Arbeit sei für die Fachkräfte gestiegen, die sich nicht nur in ihren Teams koordinieren, sondern auch Begleitung und Hilfestellung „von außen” erhalten sollten.

Für die Erzieherinnen in den Kitas gelte es, individuelle Angebote bereitzustellen, statt auf Standard-Erziehung zurückzugreifen, betonte Haug-Schnabel in ihrem Vortrag. „Wir sind nicht mehr die Macher, sondern vielmehr die Ermöglicher”, brachte die Referentin den Anspruch auf den Punkt, mittels pädagogischer Konzepte und auch der Raumgestaltung die Rahmenbedingungen für erfolgreiche Bildungsarbeit angesichts der Altersmischung in den Kitas zu schaffen und praktisch umzusetzen.

Auf Haug-Schnabels Vortrag folgte ein fachlicher Austausch, in dem die Anwesenden Themen wie der Fachkräftemangel in Tageseinrichtungen oder der Dialog mit den Eltern beziehungsweise das Vermitteln von pädagogischen Arbeitsweisen rege diskutierten.
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