Stolberg - Darmkrebsvorsorge: Ärzte gehen auf die Straße

Darmkrebsvorsorge: Ärzte gehen auf die Straße

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Dr. Bernd Kallenberg (MVZ) und die Chefärzte Dr. Christoph Dietrich und Dr. Joachim Heise (v.l.) werben morgen auf dem Kaiserplatz für die Darmkrebsvorsorge. Foto: Gesundheitszentrum/Eisenmenger

Stolberg. Stolberger Ärzte gehen am Mittwoch, 11. März, für ihre Patienten auf die Straße. Grund dafür ist der Darmkrebsmonat März. In diesem Rahmen werden bundesweit Vorträge gehalten oder Aktionen gestartet, um den Menschen den hohen Nutzen der Darmkrebsvorsorge näherzubringen.

Privatdozent Dr. Joachim Heise und Privatdozent Dr. Dr. Christoph Dietrich, Chefärzte der Kliniken für Chirurgie und Innere Medizin am Bethlehem Gesundheitszentrum, setzen gemeinsam mit ihrem niedergelassenen Kollegen Dr. Bernd Kallenberg vom MVZ Stolberg auf den direkten Kontakt zum Bürger.

Der Wochenmarkt auf dem Kaiserplatz ist dafür am Mittwoch eine ideale Plattform: Die erfahrenen Mediziner werden in der Zeit von 10 bis 13 Uhr rund ums Bethlehem-Infozelt mit dem Slogan „Wer schlau ist, geht zur Darmkrebsvorsorge“ für die gute Sache werben. Und sie stehen für persönliche Gespräche bereit.

Auch Willi, der Torso vom „Bethlehem“, ist mit von der Partie: Mit Hilfe der Anatomiepuppe lassen sich die Zusammenhänge sehr gut erklären. Zudem wird eine Präsentation gezeigt, um den Passanten Einblicke in die Materie zu geben.

Es ist aber vor allem das persönliche Gespräch, das Vorbehalte und Ängste nehmen soll. Auch Bürgermeister Tim Grüttemeier stellt seinen Bekanntheitsgrad in den Dienst der guten Sache und wirbt für die Darmkrebsvorsorge: Er wird um 10 Uhr den Stand besuchen und sich vor Ort informieren.

Angesichts der Zahlen, die Heise schildert, ist eine solche Aktion absolut sinnvoll, denn es könnten viele Leben gerettet werden, würden mehr Menschen zur Vorsorge gehen: „Jährlich erkranken in Deutschland etwa 75000 Menschen an Darmkrebs, und es sterben immer noch rund 30000 an dieser Krankheit.

Darmkrebs ist geschlechterübergeifend die häufigste Krebsursache und nach dem Lungenkrebs die zweithäufigste Todesursache“, fasst Heise zusammen. „Im Gegensatz zum Lungenkrebs, den man sehr schlecht frühzeitig erkennen kann, verhält es sich beim Darmkrebs anders. In einem frühen Stadium erkannt, ist Darmkrebs zu hundert Prozent heilbar“, sagt der Chirurg.

Oft gelinge es durch die Darmspiegelung sogar, bereits Vorstufen – die sogenannten Polypen – abzutragen und damit die Entstehung von Krebs komplett zu vermeiden.“Ab dem 50. Lebensjahr übernehmen die Krankenkassen die Kosten eines Stuhltests und ab 55 Jahren auch die einer Darmspiegelung. Doch die Inanspruchnahme ist nach Auskunft der Experten noch sehr gering.

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