Darmkrebs: Drei Stolberger Ärzte klären auf

Von: lam
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Privatdozent Dr. Dr. Christoph Dietrich erläutert Funktionen und Fehlfunktionen am Modell. Foto: L. Lammertz

Stolberg. Jährlich sterben in Deutschland rund 26.000 Menschen an den Folgen von Darmkrebs. Im Darmkrebsmonat März widmen sich viele Menschen der Aufklärung. Motto: „Aus Liebe zur Vorsorge“. Auch Ärzte aus Stolberg vertreten die Themen.

Mit einem Informationsstand sind an diesem Mittwochmorgen die Privatdozenten Dr. Dr. Christoph Dietrich und Dr. Joachim Heise, Chefärzte des Bethlehem-Gesundheitszentrums, und Dr. Bernd Kallenberg vom MVZ auf dem Kaiserplatz. Sie stehen den Passanten mit Informationen und Antworten auf ihre Fragen zur Seite. Beteiligt an dieser Aktion sind die Felix-Burda-Stiftung und der Verein Gastro-Liga.

Darmkrebs zählt mit zu den häufigsten Krebsarten und verursacht erst in einem späteren Stadium ernsthafte Probleme. Bei einer frühzeitigen Erkennung können in den meisten Fällen die Krankheit noch bekämpft und die Patienten geheilt werden. Aus dem Grund wollen die Experten die Menschen davon überzeugen, sich gründlich zu informieren und einer Vorsorge nicht aus dem Weg zu gehen.

„Die Darmkrebsvorsorge gibt es jetzt seit 15 Jahren, und seitdem wurden sichtbar mehr Patienten geheilt als vorher. Allein 100.000 Darmkrebse konnten so schon verhindert werden“, betont Christoph Dietrich. Erkrankungen seien im Zuge der Vorsorge so in frühen Stadien erkannt, frühzeitig und sicher bekämpft worden.

Der Stand auf dem Kaiserplatz wurde dieses Jahr erstmals aufgebaut. Die Ärzte widmeten sich diesem Thema bis jetzt in Vorträgen oder anderen Veranstaltungen. Doch auch in der Öffentlichkeit zeigen die Menschen das nötige Interesse und lassen sich von den Chefärzten und Dr. Bernd Kallenberg ihre Fragen beantworten. Trotzdem tritt immer noch Skepsis bei einigen Menschen auf. „Es ist natürlich so, dass in den seltensten Fällen Komplikationen auftreten können. Das darf man nicht verschweigen“, sagt Dietrich.

Auch die Darmspiegelung sei für die Patienten nicht immer ganz so schön. Diese könne zwar heutzutage angenehm für den Patienten gemacht werden, doch gebe es immer noch Dinge, die sicher nicht ganz so angenehm seien. Trotz allem ist an den Zahlen, die die Darmkrebsvorsorge in den Jahren geschrieben hat, zu erkennen, dass die Vorsorge sehr sinnvoll ist und auch genutzt werden soll.

Bei strahlendem Sonnenschein besuchen viele Passanten den Stand der Ärzte und lassen ihre Neugier wecken. Neben Broschüren mit Informationen zur Darmkrebsvorsorge und dem Kampf gegen Krebs stellen die Ärzte einen Informations- und Aufklärungsfilm zur Verfügung.

Ob Jung oder Alt, jedem wird hier von den Ärzten geholfen: Dabei greifen sie zur Veranschaulichung auf ein Modell des Darms und Körpers zurück, um Funktionen und Fehlfunktionen richtig zu beschreiben. Auch Männer oder Frauen, die bereits an Krebs erkrankt waren, fanden sich am Stand ein, um mit den Ärzten Erfahrungen auszutauschen.

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