Damit Altbauten kein CO2 verschleudern

Von: dim
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Alte Heizungen und Heizkörper bieten besonders viel Potenzial, wenn es um die Reduzierung der Energiekosten geht.

Stolberg. Insbesondere Altbauten sind oft wahre „CO<sub>2</sub>-Schleudern” und belasten die Umwelt durch einen enorm hohen Energieverbrauch. Weiterhin werden die Geldbörsen der Bewohner strapaziert, denn die betagten „Energie-Fresser” verschleudern das Geld von Besitzern oder Mietern im großen Stil.

So lassen sich bei Häusern, die vor 1900 erbaut wurden, zirka 80 Prozent der Energiekosten vermeiden. Aber auch neuere Bauwerke weisen ein beachtliches Einsparpotential auf. Durchschnittlich immerhin noch 40 Prozent der Energiekosten können bei Häusern mit dem Baujahr 1970 bis 1976 eingespart werden

Für viele Eigentümer von im Unterhalt kostspieligen Gebäuden stellt sich die Frage, wie die Immobilien energiesparend modernisiert werden kann. Zu einem Vortrag rund um das Thema „Energetisches Sanieren” hatten deshalb die Verbraucherzentrale NRW, der Verein „Altbau plus” und die Stadtverwaltung in das Stolberger Rathaus eingeladen.

Diplom-Ingenieur Gerhard Weiß von der Verbraucherzentrale referierte über eine Stunde zu dem Thema und stellte fest, dass grundsätzlich zwei Hauptaspekte für den großen Energiebedarf älterer Häuser verantwortlich seien. „Oftmals finden sich in Kellern noch sehr unwirtschaftliche Heizanlagen, die aus Zeiten günstiger Brennstoffpreise und nicht vorhandenem Umweltbewusstsein stammen”, berichtete Weiß. „Dort hängt praktisch ein Heizkörper im Dauerbetrieb, den keiner braucht”, verdeutlichte der Energieberater.

Moderne Kessel hingegen strahlen nur etwa zehn Prozent der Wärme in den Heizungskeller ab und arbeiten insgesamt deutlich effizienter.
Weiteres Manko vieler Häuser sei es, dass Garten, Straße und direkte Nachbarschaft beheizt würden, da die Objekte nicht dicht und zu schlecht gedämmt seien. Dabei werde immer noch häufig angenommen, dicke Wände dämmten gut - fälschlicherweise.

Tatsächlich sorgt ein 2,5 Zentimeter starker, hochwertiger Dämmstoff für exakt die gleiche Wärmedämmung wie eine 105 Zentimeter dicke Betonwand. Die Schnittstellen zu ungeheizten Räumen wie Speicher und Keller ließen sich in den meisten Fällen ohne größeren Aufwand nach modernen Maßstäben dämmen, womit bereits viel gewonnen sei, erklärte Weiß.

Er informierte die Zuhörer ebenfalls über zinsgünstige Kredite und Fördermöglichkeiten für energetische Sanierung, ehe Dorit Classen von „Altbau plus” individuelle Fragen der Anwesenden beantwortete.
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