Classic-Trial: Gelungener Start in den D-Cup für die Gastgeber

Von: mepo
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Geschicklichkeit war besonders gefragt beim Trial-Wochenende in Gressenich. Da waren zahlreiche interessierte Zuschauer von den Leistungen der Zweiradfahrer durchaus angetan. Foto: M. Polat

Stolberg-Gressenich. Das circa 4000 Quadratmeter große Vereinsgelände der Motor-Sport-Interessengemeinschaft Gressenich (MSIG) ähnelte am vergangenen Wochenende einem Campingplatz: Wohnwagen mit Klappstühlen, so weit das Auge reicht, und Menschen aus vier verschiedenen Ländern, die sich entspannt bei gutem Wetter unterhalten.

Sobald man jedoch das Waldgebiet am Kalvarienberg betritt, schwebt ein Hauch von Konkurrenz in der Luft. Die rund 120 Starter aus Deutschland, Belgien, Holland und England kämpfen im ersten Lauf des Deutschland-Cups im Classic-Trial um die besten Platzierungen.

„Beim Trial geht es mehr um Geschicklichkeit als um Geschwindigkeit. Es wird selten schneller als Schrittgeschwindigkeit gefahren“, erklärt Philipp Emonts, Sportleiter der MSIG. Die MSIG Gressenich richtet wieder zum ersten Mal seit 20 Jahren einen „D-Cup“ im Classic-Trial aus. Die Besonderheit hierbei ist, dass die Solofahrer im Classic-Trial nur Motorräder des Jahrgangs „pre 65“ fahren.

Modernere Motorräder, wie zum Beispiel der „Twinshocker“, werden von den zwölf Gespannen, die ebenfalls am Wettbewerb teilnehmen, gefahren. Bei den Gespann-Fahrern komme es vor allem darauf an, dass Fahrer und Beifahrer ein Team sind und sich blind verstehen, sagt Philipp Emonts. Nur mit viel Geschick und der nötigen Balance gelinge es den Teilnehmern, ihre Motorräder durch die engsten Kurven zu manövrieren und über Wurzeln, Stufen und Baumstämme zu springen.

Wenn Staub durch die Luft wirbelt und das Gelände von Motorenknattern erfüllt ist, ist höchste Konzentration gefragt, um nicht versehentlich den Fuß auf den Boden zu setzen oder mit dem Motorrad umzufallen. Denn jeder Fehler in den zehn Prüfungsabschnitten mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden, die dreimal von jedem Teilnehmer durchfahren werden, gibt einen oder sogar mehrere Strafpunkte.

„Am meisten Spaß macht mir beim Trial, dass man an der frischen Luft ist und die Herausforderung größer ist als zum Beispiel beim Joggen“, erzählt Sven Bohmen, Vereinsmitglied der MSIG. Der Solofahrer fährt bei dem „D-Cup“ im Gespann mit Veteinskollege Michael Franken: „Gemeinschaft und Zusammenhalt hier sind besonders. Wir sind wie eine große Familie, auch mit den internationalen Gästen“, kommentiert Franken den Wettbewerb.

Auch Vereinsvorsitzender Ulrich Emonts freut sich über den Zusammenhalt: „Solch eine Veranstaltung ist nur durch viel Einsatz der Vereinsmitglieder möglich“, sagt er. Die vielen Zuschauer und Helfer, die sich an dem sonnigen Wochenende auf dem Kalvarienberg tummeln und gebannt den Wettbewerb verfolgen, bestätigen seine Aussage.

Damit die Teilnehmer im Alter von 10 bis 85 Jahren gemäß ihren Fähigkeiten fair beurteilt werden, findet eine Einteilung in Anfänger, Fortgeschrittene, Spezialisten und Experten statt. Nach zwei Wettbewerbstagen konnten die rund zehn Vereinsmitglieder der MSIG, die an dem Wettbewerb teilahmen, zahlreiche gute Platzierungen auf ihrem Konto verbuchen: In der Gruppe der Spezialisten belegte Fabian Deckers einen dritten Platz.

In der Expertengruppe konnte sich Vereinsmitglied Eckehard Wienstroer durchsetzen und erreichte einen zweiten Platz. Bei den Gespannen hat das Duo Franken/Grossmann einen dritten Platz geholt. Demnach ein gelungener Start in den „D-Cup“ für die Gressenicher Trial-Fahrer und eine gute Ausgangslage für die Gesamtauswertung des Wettbewerbs im Oktober. Beim Gressenicher Classic-Trial sind Balance und Fahrzeugbeherrschung auch im Team gefragt: Die Gespann-Fahrer müssen sich blind vertrauen können, um den Sieg zu holen.

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