Christdemokrat Axel Wirtz fordert Verlässlichkeit der Politik ein

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:
14512532.jpg
Der Gressenicher Sportplatz hat Symbolkraft: Als Schiedsrichter begann hier im Alter von 14 Jahren die Karriere, die Axel Wirtz zum Vorsitz des Sportausschusses des Landtages führte: „Wir müssen Vereine in die Lage versetzen, eine ordentliche Jugendarbeit zu leisten“. Foto: J. Lange

Eschweiler/Stolberg. „Ich habe nie Fußball gespielt“, sagt Axel Wirtz. Und doch ist der Gressenicher Sportplatz am Bovenheck einer der Lieblingsplätze des Landtagsabgeordneten der CDU. Auf dem ehemaligen Aschenplatz, der seit wenigen Jahren mit einem zeitgemäßen Kunstrasenbelag überzogen ist, trainiert die Jugend des Fusionsvereins SG Stolberg.

Die Sportanlage hat eine hohe symbolische Aussagekraft für den politischen Werdegang des (noch) 59-Jährigen Christdemokraten. „Mit 14 Jahren hat man mich hier motiviert, mich als Schiedsrichter zu engagieren“, schmunzelt Wirtz. Ein Weg, der den heimatverbundenen Gressenicher sportlich bis in die Oberliga und politisch zum Vorsitz des Sportausschusses des Landtages führte.

Ebenfalls an der Basis in Gressenich begann seine politische Karriere, als er als zwölfjähriger Junge auf dem Bauernhof von Hubert Theißen an der Elle spielte. Der Christdemokrat war seinerzeit Bürgermeister der selbstständigen Gemeinde. Und wie es früher so oft der Fall war, begann der erste Kontakt mit der Politik mit dem Aufhängen der Wahlkampfplakate.

Dies führte Axel Wirtz mit 14 Jahren in die Junge Union. Und die kommunale Neugliederung 1972 faszinierte den jungen Politiker. Er engagierte sich in der neufirmierten JU und CDU Stolberg, arbeitete in den Vorständen bis auf Kreisebene. 1984 zog Wirtz in den Stadtrat (bis 2014) ein, 1994 in den Kreistag, von 1989 bis 1999 war er Parteivorsitzender in Stolberg, seitdem ist er Kreisvorsitzender der CDU.

Nebenbei blieb der Regierungsbeamte an der RWTH 15 Jahre aktiv als Schiedsrichter und brachte sich aktiv in zahlreichen Vereinen ein. Etwa beim DRK und als Vorsitzender der Gressenicher Karnevalsgesellschaft. „Vereine sind das Rückgrat unserer Gesellschaft“, sagt Axel Wirtz. Neben dem Beruf engagieren sich Menschen dort die meiste Zeit in ihrer Freizeit. „Ich habe die ganze Bandbreite des Vereinslebens kennengelernt“, sagt Wirtz. Folgerichtig engagierte er sich im Sport-, Kultur-, Schul- und Sozialbereich, war Ausschussvorsitzender auf kommunaler Ebene wie seit 2005 im Sportausschuss des Landtags.

In den rückte er als 42-Jähriger 1999 nach. Bei der Wahl ein Jahr später zog er über die Landesliste nach Düsseldorf. 2005 und 2010 zog er den Wahlkreis direkt, 2012 wieder über die Liste. Und in der Landeshauptstadt möchte Axel Wirtz weiterarbeiten zum Wohle der Menschen an der Basis, deren Sorgen und Nöte er aus enger Verbundenheit zu den Menschen und Vereinen in der Region kennt.

„Es geht darum, den Vereinen eine ordentliche Jugendarbeit zu ermöglichen, es geht um moderne Sportstätten und sicherlich auch darum, Vereine dort zu einer Zusammenarbeit zu bewegen, damit dies ermöglicht wird“. Axel Wirtz hat dies selbst vorexerziert etwa mit der Fusion des FC Adler Werth und des SV Gressenich zur SG Stolberg. „Wichtig dabei ist das Zusammenspiel der unterschiedlichen Ebenen“.

Davon ist Axel Wirtz überzeugt. „Heute kann man nur etwas über Netzwerke bewegen“. Im Zusammenspiel von Land, Städteregion und Stadt würden die Dinge bewegt, die die Menschen voranbringen. Und den Kontakt zu den Leuten vor Ort sucht Wirtz neben seinen vielfachen Verpflichtungen auf Landesebene intensiv.

In Simmerath, Roetgen und Monschau ist er ebenso oft wie in Eschweiler und Stolberg bei großen Festen wie auch den zahlreichen kleineren Veranstaltungen anzutreffen. Seinen Wahlkreis empfindet Axel Wirtz auch als seine Heimat. Ohne dabei die unterschiedlichen Charaktere der Orte und ihrer Bürger zu verkennen.

Axel Wirtz fordert eine Verlässlichkeit der Politik ein. Die Sorge über eine Benachteiligung des ländlichen Raumes, etwa durch nicht ausreichende Infrastruktur, treibt ihn ebenso um wie die Zukunft des Eschweiler Reviers nach dem für 2030 prognostizierten Ende der Braunkohle und die Wiederbelebung der Kupferstadt.

„Was jetzt in Stolberg aufgebaut werden kann, ist ein Ergebnis erfolgreicher Netzwerkarbeit und der Verlässlichkeit der großen Koalition im Stadtrat“, so Wirtz: „Die Grundlage allen Handelns ist die Kommune. Die Aufgabe des Landes besteht darin, diese Ebene so zu unterstützen, dass sie vor Ort für die Menschen arbeiten kann.“

Leserkommentare

Leserkommentare (1)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert