Stolberg - „Choriade“: Gemeinschaftskonzert in neuem Gewand

„Choriade“: Gemeinschaftskonzert in neuem Gewand

Von: Dirk Müller
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Das gemeinsam gesungene Schlusslied lassen die Chöre am kommenden Freitag, 17. November, erstmals im Museum Zinkhütter Hof erklingen, wenn aus dem Gemeinschaftskonzert die Choriade wird. Foto: D. Müller

Stolberg. Eine Traditionsveranstaltung in der Kupferstadt feiert Premiere. Was wie ein Gegensatz anmutet, ist schnell erklärt: Das 62. Gemeinschaftskonzert der Stolberger Chöre wird am Freitag, 17. November, in neuem Gewand stattfinden – als erste Stolberger Choriade.

Schon im Jahr 2013 gab es eine bemerkenswerte Zäsur bei der Veranstaltung im Rahmen des städtischen Kulturprogramms, als aus dem Gemeinschaftskonzert der Männerchöre das Konzert der Chöre wurde, also erstmals auch Frauenchöre und gemischte Ensembles die Stimmen erheben konnten.

Grund dafür war der Mangel an Männerchören in der Kupferstadt, nachdem sich die „Rheintreue“, die Dalli- und Leoni-Werks-Chöre nacheinander verabschiedet hatten. Was blieb, war das Prinzip, dass einer der übrig gebliebenen Männerchöre im Dreijahresturnus für die Organisation des Gemeinschaftskonzerts verantwortlich war. „Was allerdings zunehmend eine Belastung für die Chöre war. Denn sie wollen ja vornehmlich ihre eigenen Jahresprogramme auf die Bühnen bringen“, beschreibt Norbert Steffens, Vorsitzender des Stadtverbands der musikausübenden Vereine.

Daher habe der Stadtverband gemeinsam mit dem Kulturamt der Kupferstadt und Kulturmanager Max Krieger ein neues Konzept entwickelt. „In der Hoffnung, diese traditionsreiche Veranstaltung erhalten zu können“, sagt Steffens. Dazu zähle nicht nur der neue Name Choriade, sondern auch, dass das Gemeinschaftskonzert der Stolberger Chöre jetzt vom Stadtverband der musikausübenden Vereine organisiert werde und Eintrittskarten sowohl – wie gehabt – bei den Mitgliedern der Chöre, als nun auch zentral bei der Stolberg Touristik erhältlich seien. Und auch der Veranstaltungsort ist neu, denn das Konzert wird im Museum Zinkhütter Hof stattfinden.

„Es ist in den vergangenen Jahren immer schwieriger geworden, die große Stadthalle mit Publikum zu füllen“, erklärt Steffens, dass die Sängerinnen und Sänger darauf hoffen, dass die 320 Plätze im Zinkhütter Hof mit Zuhörern besetzt werden. Das Programm des Gemeinschaftskonzerts Choriade spricht eindeutig dafür, denn es verspricht internationale Vielfalt.

Der neue Chor Donnerberg beginnt unter anderem mit italienischen Volksweisen, bevor der Büsbacher Männergesangverein (MGV) Literatur aus Großbritannien und Irland sowie russische Volkslieder zu Gehör bringt. Traditionelle „Negro Spirituals“ aus Amerika werden vom Kammerchor der VHS gesungen, und der Männergesangverein Mausbach steuert geistliche Musik wie „Ave Maria“ von Josef Rheinberger bei. Der Männergesangverein der Siedlergemeinschaft Donnerberg intoniert gemeinsam mit dem Mausbach MGV „Freimaurer-Gesänge“ von Wolfgang Amadeus Mozart.

Mit Leonard Cohens „Hallelujah“, „Amazing Grace“, „Highland Cathedral“, „Joshua fit the Battle of Jericho“ und „Seele des Weltalls“ werden bekannte Melodien erklingen. Und die Chöre halten auch bei dem Gemeinschaftskonzert mit neuem Konzept an einer schönen Tradition fest und singen das Schlusslied zusammen. Wobei auch wieder das Publikum eingeladen ist, die Stimme zu erheben und den „Lustigen Hammerschmied“ erklingen zu lassen.

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