Stolberg - Charme und Humor: Patrick Haas punktet bei der Prinzenvorstellung

Charme und Humor: Patrick Haas punktet bei der Prinzenvorstellung

Von: Dirk Müller
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Das ist eine feuchte Angelegenheit: Mit Els tauft Bürgermeister Tim Grüttemeier den designierten Prinzen, Patrick Haas, damit aus dem „Bareschesser“ nun auch ein echtes „Stolberger Jöngelche“ wird. Foto: D. Müller
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Axel I. (Wirthmüller) genießt als scheidende Tollität noch einmal tosenden Applaus.

Stolberg. Er hat sich und seinen illustren Hofstaat vorgestellt und dabei mit Charme und viel Humor gepunktet: Die designierte Stolberger Tollität, Patrick Haas, scheute bei der Prinzenvorstellung des Karnevalskomitees auch nicht davor, sich selbst auf die Schippe zu nehmen, wobei ihm sein Hofstaat liebevoll unter die Arme griff.

Freunde aus dem Judo-Sport bescheinigten Haas „ein Talent, das sich in Grenzen“ halte. Mit Fleiß habe er sich jedoch „von ganz unten bis auf die internationale Ebene hoch gekämpft“. Wie sein Trainingsplan in der Karnevalssession aussehe, deckte der Hofstaat ebenfalls auf: „Trinken und lustig sein“.

Auch im Hofstaat vertreten sind „die roten Gesellen“, denn Haas ist nicht nur Lehrer und erfolgreicher Judoka, sondern auch SPD-Fraktions- und Stadtverbandsvorsitzender. „Meine roten Gesellen wissen ja, dass der Prinz den Stadtschlüssel erhält, und die Aussicht auf die Macht hat sie in den Hofstaat getrieben“, scherzte Haas. Erster Gratulant war traditionell der Bürgermeister, und als Tim Grüttemeier einräumte, der designierte Prinz habe bereits einen Schlüssel zum Rathaus, entgegnete Haas schelmisch: „Aber nicht für alle Räume“.

Das begeisterte Publikum im Jugendheim Münsterbusch lernte über den künftigen Narrenherrscher so einiges. Etwa, dass er per „WhatsApp“ mitteilen würde, wenn Sitzungen Handy-frei sein sollen, oder das der eigentlich aus der Physik entlehnte Begriff des „Haas‘schen Fünftels“ in Wahrheit meint, dass Patrick Haas stets fünf Minuten zu spät sei.

Die Vorstellung war eher witzig als informativ und kam dementsprechend gut bei den Jecken im gut besuchten Saal an, wie der kräftige Applaus bewies. Komitee-Präsident Josef Behlau und Vizepräsident Michael Bartz hatten allerdings noch weitere närrische Trümpfe im Ärmel.

Nachdem die Trompetenbläser Donnerberg von Beginn an für beste Stimmung im Jugendheim gesorgt hatten, war es an Axel I. (Wirthmüller), als scheidende Tollität noch einmal das Bad in der Menge und langanhaltende stehende Ovation zu genießen. „Er hat uns begeistert mit seiner Fröhlichkeit, seiner Gelassenheit und seinem Hofstaat, der hervorragend zusammengestellt war“, lobte Behlau Prinz und Gefolge und bescheinigte Axel I. und seinem Hofstaat eine perfekte bühnenreife Show. Axel I. selbst war sichtlich gerührt und dankte emotional seinen Prinzenbetreuern, dem Hofstaat, der Prinzengarde der Ersten Großen KG und allen Stolberger Jecken.

Fantastische Zeit

„Atmosphäre und Stimmung bei ausnahmslos allen Auftritten waren wirklich toll. Wir hatten eine fantastische Zeit, in der viele Freundschaften entstanden sind, und von den zahlreichen schönen Momenten in der vergangenen Session werden wir lange zehren“, beschrieb Axel I. zum Abschied. Und Abschied nehmen hieß es auch als „De Karamba Männcher“ nach fast 33 Jahren zum letzten Mal bei einer Komitee-Veranstaltung aufspielten. Stolbergs älteste Mundartband machte zunächst tüchtig gute Laune und sorgte dann mit „Et letzte Leedche“ für einen weiteren emotionalen Moment bei der Prinzenvorstellung.

Auf dem weiteren Programm der gelungenen Veranstaltung standen Auftritte, die den Kupferstädter Karneval bestens repräsentierten. Die KG Mönsterböscher Jonge hatte sowohl die komplette Bewirtung übernommen, als auch mit dem Tanzpaar Michelle Drescher und Yannick Leuchter sowie dem Jugendmariechen Ann-Katrin Kinkel das Publikum glänzend unterhalten.

Das gelang auch dem Mariechen der KG Echte Frönde, Kathrin Hilse, und der Tanzgarde und dem Tanzpaar Jessica Fiedler und Maurice Stoll der KG Mölle. Anlässlich ihres 8x11-jährigen Bestehens in dieser Session steuerte die KG Fidele Zunfthäre mehrere sehenswerte Programmpunkte bei: Die Gesellschaft präsentierte einen tollen Garde-Showtanz sowie ihr Mariechen Anna Franck und ihr Jugendmariechen Anna-Katharina Koslowski.

Und schon einen Tag nach der Prinzenvorstellung ging es für Patrick Haas heiter weiter, als dem gebürtigen „Bareschesser“ die „doppelte Staatsbürgerschaft“ verliehen wurde. Auf dem Alter Markt stand die Prinzentaufe an, und der Büsbacher wurde nun auch zum Stolberger.

Im atmosphärischen Fackelschein nahmen Bürgermeister Grüttemeier, Komitee-Präsident Behlau und Michael Bartz – diesmal in der Funktion als Präsident der Ersten Großen – die Zeremonie vor. Mit Els, Bier und Wasser aus dem Vichtbach tauften sie Haas, der jetzt als „Stolberger Jöngelche“ endgültig bereit dafür ist, im Januar den Narrenthron zu erklimmen.

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