Stolberg - Charmante Geschichte mit Berliner Schnauze

Charmante Geschichte mit Berliner Schnauze

Von: Esther Kellen
Letzte Aktualisierung:
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Berliner Schnauze will geprobt sein: Regisseurin Karyn von Ostholt, Autorin Karin Graf und Regie-Assistentin Vera Kohnen (v.r.). Foto: E. Kellen

Stolberg. „Aurora” liebt das Theater. So sehr, dass die einfache Frau sogar einen Putzjob im Schauspielhaus annimmt, nur um bei den Proben und den Aufführungen dabei zu sein. Diese Liebe zum Theater teilt die Protagonistin des neuen Theaterstücks, das am 29.April im Burghof-Theater Premiere feiern wird, mit Schauspielerin Karin Graf.

So trifft es sich, dass sie die Rolle der „Aurora” in dem gleichnamigen Ein-Personen-Stück übernommen hat.

„Die Rolle der Aurora ist Karin wie auf den Leib geschrieben”, schwärmt Regisseurin Karyn von Ostholt. „Schließlich ist sie ausgebildete Opernsängerin. Ohne sie wäre es gar nicht möglich, das Stück hier in Stolberg zu inszenieren.”

Denn Auroras größte Leidenschaft ist das Singen. Gerne wäre sie selbst einer der Bühnenstars, die sie täglich im Theater erleben kann. Einst versuchte sie ihr Glück an der Theaterschule, doch ihr Talent wurde verkannt.

Heimlich nimmt sie nun Unterricht bei dem berühmten Kammersänger Waldemar Tritko - mit beachtlichem Erfolg. Das Publikum stellt nämlich mit Erstaunen fest, dass die vermeintliche Putzfrau eine begnadete Sängerin ist.

Das Schicksal nimmt seinen Lauf, als kurz vor der Vorstellung des „Troubadour” im Berliner Schauspielhaus alle Lichter ausgehen. Schuld ist ein Kurzschluss.

Um die Gäste vor einer Panik zu bewahren, heißt es für die Protagonistin: „Aurora, übernehmen Sie!” Anstatt des Intendenten soll nun die Putzfrau die Einführung zu dem Stück geben. Und das macht sie auf ihre ganz eigene Art: „Der Troubadour ist der, wo ihm sein Bruder auf´m Scheiterhaufen verbrannt worden ist.”

So und ähnlich klingt es, wenn Aurora frei nach „Berliner Schnauze” ihre Einführung gibt. Nebenbei erfährt das Publikum Geschichten aus Auroras Leben und bemerkt, dass die Theaterliebhaberin alle ihre Schicksalsschläge mit Humor nimmt.

Mit der Berliner Mundart haben auch die Schauspielerin und die Regisseurin keine Probleme. Beide studierten nämlich in der Hauptstadt.

„Wir sind ein Herz und eine Seele”, beteuert Karyn von Ostholt, die vom Talent ihrer Freundin überzeugt ist. Gerade deshalb ist sie manchmal bei den Proben streng mit ihr, wenn sie weiß, dass die Schauspielerin noch mehr aus einer Szene herausholen kann.

Karin Graf nimmt es mit Humor, denn wie Aurora zu sagen pflegt: „Der Regisseur ist der, wo sagt, was geht!”. Zur Seite steht den beiden Regie-Assistentin Vera Kohnen, die denText immer griffbereit hat.

Die Theaterbesucher erwartet mit „Aurora” ein Stück aus dem Leben. Die Protagonistin erzählt auf witzige, charmante und anrührende Weise ihre Geschichte.

Das Stück im Burghoftheater wird etwa 70 Minuten dauern, eine Pause ist nicht eingeplant. Trotzdem können sich die Gäste auf eine Erfrischung und viele andere Überraschungen freuen.
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