Chaos in Büsbach: „Nichts geht mehr!“

Von: Dirk Müller
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Aus Sicht vieler Autofahrer und der Gewerbetreibenden war die Sperrung ab Bischofstraße zu weiträumig und hatte Verkehrschaos und Umsatzeinbußen zur Folge. Foto: D. Müller

Stolberg-Büsbach. Das Chaos ist groß gewesen: „Nichts geht mehr!“, hieß es am Wochenende zeitweise in Büsbach. Bereits am Freitagabend bestand die Bischofstraße aus einem einzigen Stau, und sehr zäh fließender Verkehr staute sich bis zur Büsbacher Pfarrkirche St. Hubertus zurück.

Grund dafür waren weniger die Asphaltierungsarbeiten an der Kreuzung Konrad-Adenauer-/Aachener Straße als die weiträumige Sperrung.

Aus Richtung Kirche war die Konrad-Adenauer-Straße schon auf Höhe Bischofstraße unmittelbar vor dem Markt gesperrt. So führte der Weg aus dem Stadtteil heraus über die Bischofstraße, an deren Ende die Grünphase der Ampelschaltung das Passieren von zwei bis vier Fahrzeugen zuließ – je nachdem, ob Fußgänger querten.

Die Galmeistraße war vom Büsbacher Ortskern aus wegen der Sperrung nicht mehr zu erreichen und stattdessen zu einer Einbahnstraße mutiert, die nur von Aachener Straße beziehungsweise Lehmkaulweg aus befahren werden konnte. „Eine unglückliche Regelung“, wie Georg Braun, Vorsitzender vom Büsbacher Aktionsring Handel, Handwerk und Gewerbe, meint.

Zahlreiche Verkehrsteilnehmer, die zur Überbrückung einer Strecke von eigentlich nur wenigen Metern eine große Schleife mit dichtem Stau auf sich nehmen und viel Geduld beweisen mussten, werden ihm wohl zustimmen. „Hätte man ab Galmeistraße gesperrt und diese wie gewohnt beidseitig befahrbar gelassen, wäre es zu diesem Verkehrschaos gar nicht gekommen“, sagt Braun und verweist auf den Samstag, der für viele Geschäftsleute der wichtigste Wochentag ist. Betroffen von der Sperrung waren die Geschäfte am Wilhelmbusch und zahlreiche an der Konrad-Adenauer-Straße wie etwa der Frischmarkt Saabe.

50 Prozent Einbußen

„Der Samstag ist für uns der umsatzstärkste Tag in der Woche, und wir hatten mehr als 50 Prozent Einbußen“, sagt Michael Saabe, Betreiber des Supermarktes in der Ortsmitte.

Er könne nicht verstehen, warum schon ab Bischofstraße die Durchfahrt verboten war, obwohl die Kreuzung, an der gearbeitet wurde, mehrere 100 Meter weit entfernt ist. „Außerdem habe ich vorher gar nichts davon gewusst, dass der Büsbacher Markt gesperrt wird.“ Daher habe er sich auch nicht für eine Beschilderung „Zufahrt zu den Geschäften frei“ stark machen können.

Mit beachtlichem Tempo

Stattdessen hatten Supermarkt, Bäckerei, Friseure, Zeitschriftenhandel, Reisebüros, Pizzeria, Apotheke, Optiker, Versicherungsagenturen, Imbiss und Co. einen unfreiwillig ruhigen Samstag.

Der Trost für die Büsbacher blieb vielen verborgen, denn nur wer sich zu Fuß der Baustelle an der Kreuzung beim Autohändler näherte, konnte sich überzeugen, dass am Wochenende dort gearbeitet wurde – und zwar mit beachtlichem Tempo.

„Hier sind echte Profis am Werk, das geht wirklich sehr schnell“, war von mehreren Passanten zu hören. Auf der Bischofstraße hingegen wäre mancher Autofahrer wohl zeitweise schon mit Schritttempo mehr als zufrieden gewesen.

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