Stolberg - CDU will Gesamtschule in Stolberg nicht um jeden Preis

CDU will Gesamtschule in Stolberg nicht um jeden Preis

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Stolberg. „Unsachlich kritisiert” fühlt sich die Stolberger CDU wegen ihrer Haltung in der Schulpolitik in der Kupferstadt. Dabei fühlen sich Partei- und Fraktionsspitze unter anderem durch die Aussagen von Rosita Przybylski - Mitglied im Schulausschuss des Stolberger Stadtrates für die SPD - falsch interpretiert.

„Als es im Jahr 2003 um die Einrichtung der Offenen Ganztagsbetreuung an der Grundschule Gressenich ging, hatte die CDU große Sorge und begründete Zweifel, dass aufgrund der finanziellen Rahmenbedingungen eine ausreichende Betreuung für die Kinder nicht möglich war”, erklärte dazu der CDU-Parteivorsitzende am Freitag.

„Die Kinder sollten nicht einfach nur verwahrt, sondern anständig betreut werden”, sagte Jochen Emonds. „Diesen berechtigten Bedenken haben wir damals Ausdruck verliehen”. Nachdem diese Fragen geklärt gewesen seien, habe die CDU nicht nur in Gressenich, sondern auch an allen anderen Grundschulen und weiterführenden Schulen die Einrichtung des offenen und des gebundenen Ganztagsbetriebes maßgeblich unterstützt. Es ist sehr schade, dass auch acht Jahre später dieses Thema immer noch in regelmäßigen Abständen falsch dargestellt werde, „um hieraus politischen Profit zu schlagen”, so Emonds.

Eine „ähnliche Legendenbildung” versuche die SPD nun auch beim Thema Gesamtschule zu instrumentarisieren. Man könne es in Stellungnahmen drehen und wenden wie man wolle, „aber die Initiative einer Elternbefragung zur Gesamtschule ging von der CDU Stolberg aus”, machte Emonds deutlich. Dabei hätten die Stolberger Christdemokraten schon im Jahr 2009 das vertreten, was die CDU im Land nun aktuell vollziehe.

„Die Gesamtschule ist Bestandsteil des gegliederten Schulsystems, für das wir uns stark machen”, erklärte der Parteichef und grenzte gleichzeitig die Rahmenbedingungen ab: „Es gibt mit uns keine Gesamtschule um jeden Preis!” Während die Stolberger SPD die Finanzierung oder den Standort einer Gesamtschule für „unwesentliche Details” halte, seien diese Punkte für die CDU wichtig. „Die Schüler, Eltern und Lehrer der Stolberger Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien haben genauso das Recht darauf, dass ihre Interessen berücksichtigt werden, wie dies die Befürworter der Gesamtschule haben”, so Emonds. „Ich fordere die SPD auf, sich dieser Verantwortung auch im Hinblick auf die Finanzlage der Stadt bewusst zu werden.”

„Reiner Populismus”

Die Aussage, eine Gesamtschule müsse kommen, koste es was es wolle und egal, welche Auswirkungen dies für die bestehenden weiterführenden Schulen habe, „ist reiner Populismus und viel zu kurz gesprungen”, so der Fraktionsvorsitzende Tim Grüttemeier.
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