CDU Stolberg-Mitte nominiert Kandidaten für die Kommunalwahlen

Von: Dirk Müller
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Reiner Bonnie (v.l.), Lutz Hillinger, Eberhard Koslowski, Paul Matthias Kirch, Martin Hennig, Kunibert Matheis, Jens Franck und Hans-Josef Siebertz sind von der CDU Stolberg-Mitte einstimmig als Kandidaten für die Kommunalwahlen im Mai 2014 nominiert worden. Foto: D. Müller

Stolberg. Die CDU Stolberg-Mitte hat ihre Kandidaten für die Kommunalwahlen einstimmig nominiert und dabei drei neue Gesichter auf der Kupferstädter Politbühne präsentiert: Lutz Hillinger (Wahlkreis 02 Atsch II/Koppelkandidat Harald Merzbach) ersetzt Alice Bongard und Eberhard Koslowski (W 03 Velau, Steinfurt/Volker Kolauch) steht anstelle von Ruth Gerres zur Wahl.

Jens Franck (W 07 Donnerberg II/Caroline Sieven) ersetzt Sebastian Wosch.

Die neuen Kandidaten treten in Wahlkreisen an, die bei den letzten Kommunalwahlen direkt von SPD-Kandidaten gewonnen worden waren. Dies gilt auch für die alteingesessenen Kandidaten Reiner Bonnie (W 01 Atsch/Brigitte Knauf-Kirch), Martin Hennig (W 05 Oberstolberg/Karl-Heinz Hunds) und Hans-Josef Siebertz (W 08 Donnerberg III/Jonas Kirch).

Derweil sind Paul Matthias Kirch (W 04 Unterstolberg/Josef Doncks) und Kunibert Matheis (W 06 Donnerberg I/Kerstin Siebertz) aufgestellt, um ihre Wahlkreise zu verteidigen. Für den Städteregionstag nominierte die Versammlung – ebenfalls einstimmig – erneut Kunibert Matheis (Lutz Hillinger).

Zuvor hatte der vierte offene Bürgerdialog der Stolberger CDU im Hotel Stadthalle stattgefunden. In lockerer Atmosphäre tauschten 19 Parteimitglieder und 17 Gäste sich aus, erörterten Probleme und gaben Anregungen, nachdem Paul M. Kirch das Kommunalwahlprogramm umrissen hatte. Bürgermeisterkandidat Dr. Tim Grüttemeier stand unter anderem zu folgenden Themen Rede und Antwort.

Stadtrandsiedlung: Auf der Höhenstraße breche schon jetzt allmorgendlich der Verkehr zusammen. Wie soll es erst werden, wenn 300 neue Häuser auf dem Donnerberg entstehen? Grüttemeier verwies darauf, dass die Ansiedlung in mehreren Bauabschnitten und über Jahre verteilt geschehe, so dass Zeit zum sicherlich notwendigen Handeln gegeben sei.

Umgestaltung Rathaus- und Salmstraße: Warum sind die im Zuge der momentanen Testphase zunächst ausgeschalteten Ampeln wieder in Betrieb? „Man hat dort zwei Fußgänger entdeckt, und die Ampeln wieder eingeschaltet“, entgegnete Grüttemeier, der betonte, dass Verkehrsführung und Ampelschaltungen ohnehin Themen seien, die man in Stolberg angehen müsse.

Nahversorgung: Die Achse von der Burgstraße zur Mühle biete nicht ausreichende Möglichkeiten der Nahversorgung mit Waren des täglichen Gebrauchs. Grüttemeier befürwortete grundsätzlich Ansiedlungen von Märkten wie auf dem „Kistenplatz“ in der Atsch und den „Zincoli“-Gelände in Münsterbusch, sagte aber auch zu, sich um einen Ersatz für den nicht mehr vorhandenen Supermarkt in der Stadthallenpassage zu bemühen. Wichtig sei, die Nahversorgung in den Stadtteilen ebenfalls nicht zu vernachlässigen.

Steinweg: Als die „innerstädtische Problemzone“ zur Sprache kam, sagte Grüttemeier: „Der Steinweg wird nie mehr zu einer Einkaufsmeile werden.“ Er plädierte für eine anderweitige Nutzung und eine Umgestaltung, bei der die Vicht besser in Szene gesetzt wird.

Image: Eine zugezogene Bürgerin äußerte Unverständnis darüber, dass „die Stolberger selbst nicht hinter ihrer wunderschönen Altstadt stehen“. Grüttemeier verwies auf die kommunale Neugliederung. Diese liege allerdings schon lange zurück, so dass man die Gründe für geringe Identifikation mit der Stadt auch in den letzten Jahren mit Blick auf Verwaltung und Politik suchen müsse. Eberhard Koslowski regte an, verstärkt mit „Stolberg als Hochzeitsstadt“ zu werben, um der Stadt ein positiveres Image zu verleihen.

Studenten: Die Verkehrsanbindung für Studenten der RWTH Aachen sei von Stolberg aus „extrem gut“. Grüttemeier schränkte ein, „eine Studentenstadt wie Aachen wird Stolberg nie werden“. Dennoch solle die Kupferstadt offensiv bei Studenten werben und sich als Wohnort empfehlen.

Öffentliche Toiletten: Stolberg benötige besonders im Hinblick auf Tourismus öffentliche Toiletten. Grüttemeier zählte auf, dass zu den WCs im Rathaus künftig eine behindertengerechte Toilette am Friedhof Bergstraße und WC-Anlagen im Servicepoint des Hauptbahnhofs zu dessen Öffnungszeiten zur Verfügung stünden und räumte ein: „Ein öffentliches WC in die Innenstadt zu bekommen, ist nicht so einfach.“

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