CDU: Gönnewicht attackiert Fraktionschef Grüttemeier

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:
Dr. Tim Grüttemeier „schätz
Dr. Tim Grüttemeier „schätzt die Arbeit von Norbert Gönnewicht für die Senioren-Union”.

Stolberg. Den Anlass lieferte die Samstagsausgabe unserer Zeitung dem Vorsitzenden der Senioren-Union in Stadt, Kreis und Bezirk sowie stellvertretendem Landesvorsitzenden und Mitglied des Bundesvorstandes dieser Vereinigung der CDU: Norbert Gönnewicht hat zum verbalen Rundumschlag gegen Dr. Tim Grüttemeier ausgeholt.

Gönnewicht hatte sich geärgert, dass in dem Artikel über den Besuch des Generalsekretärs der Landes-CDU, Oliver Wittke, gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Axel Wirtz im Gewerbegebiet Camp Astrid Dr. Tim Grüttemeier als CDU-Stadtverbandschef tituliert wurde. Durch die Bezeichnung Grüttemeiers als Stadtverbandchef würde dieser „hochgejubelt”.

Das ist natürlich falsch, denn seit dem 27. Januar 2011 konzentriert sich der Rechtsanwalt auf seine Aufgabe als Vorsitzender der CDU-Ratsfraktion, während Jochen Emonds den Stolberger Stadtverband der CDU führt.

Und das sei auch gut so, verkündet postwendend Norbert Gönnewicht aufgrund der Berichterstattung. Denn mit Jochen Emonds könne „man auch hervorragend sachlich und freundschaftlich zusammenarbeiten”. Im Gegensatz zu Axel Wirtz und Jochen Emonds sei Grüttemeier „kein Freund der Senioren-Union”, erklärt Gönnewicht. Dieser sei „Gott sei Dank nicht mehr” Parteivorsitzender. Denn das wäre für das Bundesvorstands-Mitglied der Senioren-Union „ein Grund, nicht die CDU, aber wohl die Stolberger CDU zu verlassen”. Dann wechselt der überregional aktive Vereinigungs-Vorsitzende ins Spekulative: „Wer weiß, was man Grüttemeier noch alles für seinen Verzicht auf die Kandidatur gegen Axel Wirtz versprochen hat?” Im Falle eines Falles würde Gönnewicht aber „bei jeder irgendwelchen Kandidatur der erste erbitterte Gegner sein; z. B. bei einem Bürgermeister Grüt­temeier würde ich persönlich lieber zu Ferdi gehen wollen”, verbleibt Gönnewicht in der Hoffnung, dass die Redaktion richtig stelle, „wer in Stolberg der CDU-Stadtverbandschef und Freund der Senioren-Union ist” - was hiermit geschehen sei.

Enttäuscht, aber wenig verwundert reagiert Dr. Tim Grüttemeier auf die unerwartete Attacke: „ Wer Norbert Gönnewicht länger kennt, weiß, dass solche Rundumschläge leider alle paar Monate vorkommen”, erklärte der Vorsitzende der CDU-Ratsfraktion auf Anfrage unserer Zeitung. „Ich weiß nicht, ob er dieses Mal Axel Wirtz, Jochen Emonds oder mir schaden wollte und was ihn dazu, kurz vor der Landtagswahl, bewogen hat. Ich persönlich bin hierüber enttäuscht, weil ich Norbert Gönnewicht und seine Arbeit für die Senioren-Union sehr schätze”, sagte Dr. Grüttemeier.

Und auch Jochen Emonds, der Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes, bezeichnet diese Attacke Gönnewichts auf Grüttemeier auf Anfrage als „unglücklich erst recht in der Zeit des Wahlkampfes” und in der Sache als „nicht gerechtfertigt”. Aber diese Stellungnahme wird heute Abend für weitere Diskussionen und Gesprächsstoff sorgen. Dann tagt der Stadtverbandsvorstand der CDU. Und der wollte sich eigentlich eher mit dem Landtagswahlkampf und dem politischen Mitbewerber denn mit parteiinternen Fronten in Stolberg beschäftigen.
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