CDU: Abgrenzung und Zusammenarbeit mit Koalitionspartner

Von: -jül-
Letzte Aktualisierung:

Stolberg. „Die CDU ist die gestaltende Kraft in Stolberg“: Das sagt Jochen Emonds vor 58 Parteifreunden, die im Saal von „Angie‘s Bistro“ die personellen Vorbereitungen für die Landtags- und Bundestagswahlen im kommenden Jahr treffen.

Mit einem Ritt durch einen Parcours von Erfolgen und Veränderungen in der Kupferstadt reklamierte der Stadtverbandsvorsitzende die Weichenstellung für einen Aufschwung Stolbergs für die Christdemokraten.

Entstanden seien diese Initiativen bereits in den Vorwahlkampfzeiten gemeinsam mit den Stolbergern, die sich bei den Bürgerdialogen der Partei eingebracht hätten und weiter einbringen würden. Beispielhaft nannte Emonds Erfolge bei der Vermarktung des Gewerbegebietes Camp Astrid und dem Abbau der städtischen Verschuldung, die Revitalisierung der Innenstadt, die derzeit an Kaiserplatz und Bastinsweiher verfolgt werden könne, die Aufwertung der Infrastruktur der Ortsteile sowie der Breitbandausbau in der Kupferstadt.

„Wir sind dabei die treibende Kraft“, sagte Emonds, der seiner Partei zugleich bescheinigte, „im Gegensatz zu unseren politischen Mitbewerbern mit konstruktiver Kritik und Lösungsvorschlägen“ zu arbeiten.

Gleichzeitig grenzte Emonds seine Partei klar ab vom Koalitionspartner: „Die SPD entwickelt sich immer mehr zur Protestpartei“, die trotz des Anspruches „gestaltende Kraft“ zu sein, aber von Querelen gelähmt sei. „Diese Wortklaubereien kennen wir noch von ihrer 2011 gescheiterten Gestaltungsmehrheit“, attestierte der CDU-Vorsitzende, die Sozialdemokraten seien „stabil vielleicht im Sinne von Stagnation, Rückwärtsgewandtheit und Protest.“

Als Beispiele nannte der Christdemokrat einen anfänglichen Widerstand der SPD gegen eine Verkehrsberuhigung der Burgstraße, gegen die Ausschreibung der Propst-Grüber-Schule als Seniorenzentrum und gegen die Außengastronomie Kaiserplatz: „Jetzt findet sie unsere Vorschläge gut“, sagte Emonds, „Diese Aufzählung ließe sich mühelos erweitern, aber wir sind im Sinne unserer Stadt an einer konstruktiven Zusammenarbeit interessiert.“ Gleichwohl würde „die SPD die Kupferstadt ohne die Mehrheit und Kraft der CDU und unseres Bürgermeisters noch genauso lähmen wie in der Ära Gatzweiler“.

Emonds zeigte sich daher froh, „unseren Partner an die Hand nehmen zu können“. Und wenn er dann gelegentlich wie der „Hersteller von Kräuterbonbons schreit, ,Wer hat‘s erfunden?‘, sind wir gerne bereit, ihm das ein oder andere zuzugestehen, wenn es uns in der Sache weiterbringt“. Denn das gehe gemeinsam besser, wohl wissend, dass es die CDU sei, die für viele neue Ideen und Impulse Sorge trage. Die Partei werde auch in Zukunft die Politik in Stolberg gestalten mit viel frischem Wind.

Und diesen christdemokratischen Aufschwung im „Stolberger Jahr des Baggers“ gelte es auch in die Landtags- und Bundestagswahlen zu tragen und in Wahlerfolge umzusetzen, appellierte Kreisvorsitzender Axel Wirtz.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert