Casting: Schlange stehen für den großen Auftritt in „Gotthard“

Von: dim/lbe
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Anstehen mussten die rund 300 Darsteller in spe zwar schon, aber lange Wartezeiten mussten sie nicht in Kauf nehmen. Foto: D. Müller

Stolberg. Beim Casting für den zweiteiligen Spielfilm „Gotthard“ im Museum Zinkhütter Hof hieß es zunächst einmal „hinten anstellen“. Aber das gar nicht lang. Eine Schlange bildete sich zwar schon, aber lange warten mussten die vielen Schauspieler in spe nicht.

Denn obwohl der Andrang ziemlich groß war, war die Wartezeit für den einzelnen gar nicht so lang. „Das Casting läuft super. Es sind sehr viele Leute gekommen – und vor allem sehr viele nette“, sagt Gregor Weber von der Agentur Eick. Er ist verantwortlich für das Casting und die damit verbundene Suche nach den perfekten Komparsen.

Gesucht wurden noch rund 200 Darsteller für den Film, der die Geschichte des Baus des Gotthard-Tunnels erzählen soll. Zu mehreren Hundert waren die potenziellen Schauspieler gekommen. Sie haben zunächst einen Fragebogen ausgefüllt und wurden im Anschluss fotografiert und vermessen. Wichtig sei das vor allem für die Kostüme, denn die sollen schließlich passen. Aber auch Statur und Aussehen spielen bei der Auswahl eine große Rolle. „Da viele Rollen als Bergmann und Tunnelbauer zu besetzen sind, suchen wir besonders nach drahtigen, bärtigen Männern – sehr gerne mit südländischem Aussehen und unrasierter Brust“, sagt Weber.

Damit die Authentizität gewährleistet ist, würden bei den Kostümanproben vor den Drehtagen in der Kupferstadt gegebenenfalls die Frisuren der Kleindarsteller und Komparsen an die historischen Vorbilder angepasst. Schließlich muss das Aussehen aus dem Jahr 1873 so originalgetreu wie nur möglich nachgestellt werden.

Wer jetzt also aus dem Raster fällt, hat aber trotzdem noch eine Chance. Denn die Agentur sucht auch immer Darsteller für Produktionen wie beispielsweise den Tatort. Falls es als Bergmann dieses Mal nicht geklappt hat, winkt vielleicht eine Rolle als Leiche.

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