Stolberg - Camp Astrid hat gute Chancen auf weiteres Filetstück

Camp Astrid hat gute Chancen auf weiteres Filetstück

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:
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Filetstück: Das Umschlagsdepot nördlich der Bahnlinie (gegenüber Kerschens Stahlhandel) möchte die Camp Astrid GmbH von der DB übernehmen.

Stolberg. Es ist zweifelsohne ein Filetstück, das dem Gewerbegebiet Camp Astrid noch zur Abrundung fehlt: Die Flächen des früheren belgischen Umschlagdepots direkt an der Bahnlinie zwischen Aachen und Köln.

Jetzt stehen die Chancen gut, dass die Entwicklungsgesellschaft das Areal von der Deutschen Bahn übernehmen kann. Drei weitere Hektar Gewerbefläche in bester Lage hofft Camp-Astrid-Geschäftsführer Hermann Gödde bald erfolgreich vermarkten zu können.

Einst plante EVS-Gesellschafter Ewald Schmitz, den Hallenkomplex mit Gleisanschluss zu einem regionalen Güterverteilzentrum auszubauen. Dann musste nach einer juristischen Auseinandersetzung die Euregio Verkehrsschienennetz GmbH die erworbene Liegenschaft wieder an die Deutsche Bahn AG abtreten. Doch der Logistik-Konzern nutzte nie das Potenzial.

Derweil bemühte sich die städtische Gesellschaft seit Jahren über eine Übernahme der einst schmucken Hallen. Doch die sind im Laufe der Zeit abgefackelt, verwüstet und so demoliert, dass sie nur noch ein Fall für die Abrissbirne sind. Vor allem Jugendliche nutzen das Gelände als gefährlichen Tummelplatz, und auch manch lichtscheue Aktivität geht dort über die Bühne. Aber die Verhandlungen mit der Deutschen Bahn zogen sich in die Länge - vor allem wegen der ständig wechselnden Zuständigkeiten in dem Konzern, der auf eine Privatisierung zugeschnitten werden soll(te).

Inzwischen liegt die Zuständigkeit für die Stolberger Liegenschaft in der Konzernzentrale am Potsdamer Platz in Berlin. Und dort hofft Hermann Gödde in Kürze den Zuschlag für die Übernahme der Ruinen zu erhalten, die die Stolberger Wirtschaftsförderer gerne wieder in blühende Landschaften verwandeln wollen.

Aber die Rezession macht ihnen die Aufgabe nicht leichter. „Anfragen liegen vor, aber die Situation ist zurzeit schwierig”, gesteht Gödde ein. Dabei sieht der Geschäftsführer das größte Problem für ansiedlungswillige Unternehmen vor allem darin, die Finanzierungsplanung von den Geldinstituten gewechselt zu bekommen.

Dennoch macht die Vermarktung von Camp Astrid Fortschritte, wenn auch kleine. Was durchaus auch im Interesse der Wirtschaftsförderung liegt. Denn die Ansiedlung kleiner und mittelständischer Betriebe mit möglichst hohem Arbeitsplatzpotenzial ist das vorrangige Ziel. Neben den beiden angesiedelten Firmen aus der Metallbau- sowie Polsterbranche ist der Vertrag mit einem Messebau unterschrieben. Kurz vor dem Gang zum Notar stehen die Verhandlungen mit drei weiteren Firmen: ein Fleischerei-Großhandel, eine Schreinerei und ein Kfz-Betrieb.

Interessante Kontakte pflegt Hermann Gödde auch schon mit potentiellen Interessenten, die das Filetstück an der Bahnlinie als geeigneten Expansionsstandort sehen. Aber bevor derartige Gespräche konkreter werden können, muss die Camp Astrid GmbH mit der Deutschen Bahn AG handelseinig werden.
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