Stolberg - Café Willkommen: Vertrauensvolles Verhältnis zu Flüchtlingen entstanden

Café Willkommen: Vertrauensvolles Verhältnis zu Flüchtlingen entstanden

Von: mlo
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Pfarrer Uwe Loeper überbrachte als Nikolaus die Geschenketüten. Unser Bild zeigt ihn inmitten der Flüchtlingsfrauen und ihren Kindern. Foto: Petra Morschel

Stolberg. Die Adventszeit ist die Vorfreude auf die Feier der Menschwerdung Gottes. Anteil an dieser Freude sollen alle Menschen haben, ob sie nun Christ sind oder nicht.

Denn die Offenheit religiöser Feste und Feiern für Andersgläubige ist bereits im 5. Buch Mose, dem “Deuteronomium“ 16,14 verankert. („Du sollst an deinem Fest fröhlich sein, du, dein Sohn und deine Tochter, dein Sklave und deine Sklavin, die Leviten und die Fremden, Waisen und Witwen, die in deinen Stadtbereichen wohnen.“)

Gerade jetzt lädt das Café Willkommen Flüchtlinge und ihre Familien auf eine Tasse Kaffee ein. Und auch zu einer kleinen Feier. Dass so eine Feier manchmal Ungeahntes und Neues erkennen läßt, war auch bei der Adventsfeier im ökumenischen Gemeindezentrum der Fall, wo sich katholische und evangelische Ehren- und Hauptamtler schon vor 15 Uhr im „Café Willkommen“ trafen, um die Nikolaustüten für die Flüchtlingskinder und deren Familien herzurichten.

Aus Heimatorten

Zu ihrer Überraschung brachten viele Flüchtlingsfrauen selbstgebackene Spezialitäten aus ihren jeweiligen Heimatorten für das Buffet mit.

In kurzer Zeit war der Saal mit etwa 50 Kindern und rund 80 Erwachsenen gefüllt. Das traditionelle Nikolauslied „Lasst uns froh und munter sein...“ sangen alle gemeinsam mit, bis der Nikolaus alias Pfarrer Uwe Loeper den Raum betrat und alle auf das herzlichste begrüßte. Sein Dank galt zunächst den Ehrenamtlern für Ihr Engagement in der Flüchtlingsarbeit.

Danach erhielten die Kinder erwartungsvoll ihre Tüten und durften sich noch ein altersentsprechendes Geschenk aussuchen. Die Erwachsenen wurden mit einer Gebäcktüte beschenkt. Zwischendurch wurde immer wieder gesungen, und es war ein reges Miteinander in schöner adventlicher Atmosphäre.

Auch wenn nicht alle Probleme gelöst werden können, ist in den vergangenen zwei Jahren ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Flüchtlingen und den Ehren- und Hauptamtlern entstanden, so dass das „Café Willkommen“ eine wirkliche Bereicherung für Stolberg geworden ist.

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