Stolberg-Münsterbusch - Busse und Lkw mutwillig zerstört: 100.000 Euro Schaden

Busse und Lkw mutwillig zerstört: 100.000 Euro Schaden

Von: Michael Grobusch
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Unfreiwillige Aufräumarbeiten: Das ganze Ausmaß der nächtlichen Zerstörung wurde Melanie Koppermann am Montagvormittag vor Augen geführt. Foto: M. Grobusch

Stolberg-Münsterbusch. Melanie Koppermann hat es die Sprache verschlagen. Und das ist in diesem Fall keinesfalls allein im übertragenen Sinne zu verstehen. Nur so viel bringt sie nach einer ersten Bestandsaufnahme über die Lippen: „Das ist ein Albtraum.”

Begonnen hat dieser in den frühen Morgenstunden des gestrigen Montags. Als die ersten Fahrer des im Dienstleistungszentrum beheimateten Transportunternehmens um 2.15 Uhr ihre Arbeit aufnehmen wollte, trauten sie ihren Augen nicht: An acht der insgesamt zehn Busse, die Koppermann als Subunternehmer für die Aseag im Einsatz hat, waren die Scheiben eingeschlagen worden.

Auch ein Lastwagen wurde in Mitleidenschaft gezogen. Lediglich zwei Fahrzeuge blieben verschont, weil sie in dieser Nacht in der Kohlscheider Außenstelle abgestellt waren. „In der Vergangenheit hat es ab und zu schon mal Beschädigungen an einem einzelnen Bus gegeben”, blickt die Geschäftsführerin zurück. Auch mit Graffiti-Sprayern, die später überführt werden konnten, gab es im vergangenen Jahr einmal Ärger.

Der Vorfall vom Montag aber übersteigt alles bislang Erlebte, die Zerstörungswut hat eine neue Dimension erreicht. Das zeigt auch die erste Bilanz, die die Polizei am Mittag vorlegen konnte: Der Schaden beläuft sich auf mindestens 100.000 Euro.

Mit welchem Vorsatz und System die Täter vorgegangen sind, lässt sich erst auf den zweiten Blick erkennen. „Sie sind in einen Bus eingedrungen und haben dort die Nothämmer abgerissen. Dann haben sie nacheinander an allen Bussen die Scheiben eingeschlagen”, fasst Melanie Koppermann das mutmaßliche Geschehen zusammen.

Zeugen konnten die Ermittler bislang nicht ausfindig machen, was wohl auch an der abgelegenen Lage des Abstellplatzes am Rande des Dienstleistungszentrums in Münsterbusch liegt. Nur soviel steht bislang fest: Aufgrund der Dienstzeiten der Fahrer können die Busse nur zwischen 1 Uhr und 2.15 Uhr demoliert worden sein.

Bei Melanie Koppermann hat nun das große Bangen eingesetzt. Zwar konnte die Aseag kurzfristig Ersatzfahrzeuge für das private Unternehmen aus Stolberg zur Verfügung stellen und somit eine Störung des Linienbetriebes verhindern.

Hinsichtlich der Schadensregulierung muss die Geschäftsführerin aber auf die Versicherung hoffen. „Außerplanmäßige 100.000 Euro können einen Betrieb wie den unsrigen zur Strecke bringen”, stellt sie mit Besorgnis fest. Insgesamt 70 Mitarbeiter zählt Koppermann inklusive der Teilzeitkräfte und Aushilfen.

Die fühlten sich in Stolberg bislang immer wohl. Die Art der Tat und das Ausmaß des Schadens aber haben das Vertrauen schwer erschüttert. Und für Melanie Koppermann gibt es eigentlich nur eine Möglichkeit, dem Albtraum und seinen Folgen ein Ende zu setzen: „Ich hoffe, dass die Täter gefasst werden können.”

Damit wäre zumindest die Hoffnung genährt, dass sich der Wahnsinn vom Montag nicht wiederholen wird.
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