Stolberg - Burgritter gehen auf 900-Jahre-Zeitreise

Burgritter gehen auf 900-Jahre-Zeitreise

Von: Sabrina Hüttermann
Letzte Aktualisierung:
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Buntes Bild vor prächtiger Kulisse: Das Burgritterlager versetzte die Besucher zurück ins Mittelalter.

Stolberg. „Wir heizen iuch wilkommen in unserer zit, in deme jar des herre 1118” hieß es am vergangenen Wochenende auf der Stolberger Burg. Zum siebten Mal hielten die Stolberger Burgritter ihr Lager mit vielen Gästen ab.

Zwischen mittelalterlicher „Gewandung”, bunten Marktständen mit allerlei selbst gemachtem Handwerk und Esswaren wurde jeder Besucher 900 Jahre in der Geschichte zurückgeworfen.

Graf Gerhard der Dritte von Berg, im wahren Leben der Stolberger Goldschmied Ralf Herff, durfte dabei zahlreiche mitwirkende Gäste unter anderem aus der Kölner, Krefelder und Stuttgarter Gegend in der Kupferstadt begrüßen.

Ritterlich im Kampf

„Das ist Mittelalter zum Anfassen, die gelungene Geschichte in die Gegenwart getragen und gelebt”, war auch Hildegard Nießen, stellvertretende Bürgermeisterin begeistert. Denn neben dem altertümlichen Markt wurde sich fürwahr auf der Burg auch ganz ritterlich im Kampf gemessen. Während das Schwertmeister-Turnier für die edlen Ritter ausgetragen wurde, konnte die junge Nachkommenschaft im Kubb-Turnier gegeneinander antreten, einer Mischung aus Schach und Kegeln.

Daneben wurden auch echte Ritter im wahren Leben wieder geehrt. Franz Josef Koke, der Vorsitzende der Stolberger Tafel, bekam feierlich den Titel des Ehrenritters verliehen. „Nach dem zehnjährigen Bestehen der Tafel ist es schön, dass unser Engagement von einer solchen Gruppierung anerkannt wird”, freute sich der Vorsitzende, der mit dem Verein über 1600 Stolberger Bürger mit lebenswichtigen Lebensmitteln versorgt.

Tollkühne Herausforderung

Sogleich rief der Ehrenritter Koke zu einer tollkühnen Herausforderung aus. Ferdi Gatzweiler, seines Zeichens Bürgermeister der Kupferstadt, habe gewettet, die Stolberger Bürger würden nicht in der Lage sein, 1000 kg Lebensmittel für die Tafel zu spenden. „Das schaffen die Stolberger. Ich würde gerne Herrn Gatzweiler seinen Wetteinsatz einlösen sehen, nämlich bei unserer Weihnachtsaktion die Pakete eigenhändig in Stolberg zu verteilen”, sagt Koke belustigt über die Vorstellung des Bürgermeisters als Weihnachtengel der Stolberger Tafel.

Bleibt abzuwarten, ob Gatzweiler sich in dem Fall dadurch im kommenden Jahr an ritterlicher Tafel den Ehrenritter-Titel verdingen könnte.
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