Burgen-Parcours: Werkstatt mit Peter Sonntag

Von: Jürgen Lange
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Gewaltige Kulisse: Nahmen gestern schon einmal die Location für die landesweite Premiere in Augenschein: Peter Sonntag mit Barbara Breuer und Susanne Diederich (v.r.) von der Stolberg-Touristik. Foto: J. Lange

Stolberg. Die langen roten Haare wehen leicht im Wind des frühlingshaften Morgens; der Blick fällt von den Zinnen der Burg mit den Sonnenstrahlen auf die Gassen der Altstadt. „Hier bin ich groß geworden”, sagt Peter Sonntag mit einer gehörigen Portion Wehmut zu „Teufels-Geiger” Mario Triska.

Erinnerungen an seine Kindheit werden beim „Bass-Papst” lebendig. Und damit sind die beiden Stolberger Musiker schon mitten im Thema, das sie auf (Wieder-)Entdeckungstour auf die Stolberger Burg geführt hat: „Lebendige Erinnerungswerkstatt” nennt sich das Projekt, für das Dr. Nina Mika-Helfmeier erneut die Unterstützung des Landes gewinnen konnte.

Im Juni des vergangenen Jahres feierte die Kulturbeauftragte der Städteregion mit der landesweiten Premiere des Projektes vor mehr als 1000 Besuchern eine derart vielbeachtete Premiere, dass in diesem Sommer mit dem „Burgen-Parcours” erneut eine nrw-weite Uraufführung folgen kann. Gemeinsam werden Bürger und Künstler die Burg in Stolberg, wie auch die in Alsdorf, Baesweiler und Herzogenrath neu in Szene setzen und die Geschichten, Mythen und Legenden rund um die stolzen Festen wieder zu neuem Leben erwecken.

Erinnerungen sind dabei ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg. Bereits im vergangenen Jahr haben die Stolberger bewiesen, dass sie derer viele haben und mit Begeisterung Sagen und Legenden in kleine Spielszenen und erzählte Geschichten umsetzen.

Erinnerungen sind dabei aber auch das Thema von Peter Sonntag und seiner Formation Final Virus. Vor Zehntausenden spielten die Stolberger bereits auf dem polnischen Woodstock-Festival und füllten ganze Arenen bei ihrer China-Tour. Seit einigen Monaten zieht es die Band aber immer stärker zu ihren Wurzeln an die Vicht.

Einer ganzen Serie erfolgreicher Club-Konzerte in der Altstadt folgt nun der Sprung hoch oben auf die Burg: Bei der „Lebendigen Erinnerungswerkstatt” am 3.Juli geht Peter Sonntag auf musikalisch-mystische Zeitreise, spannt den großen Bogen von den keltischen Wurzeln der Kupferstadt bis in die Moderne mit eigenen Kompositionen - und in Zusammenarbeit mit dem Jungen Chor unter der Leitung von Hermann-Josef Schulte. „Das wird alles unerhört spannend”, schwärmt Sonntag schon einmal bei seiner Wiederentdeckung der Burg als Location für das Konzert.

Wo soll die Bühne stehen? Wie können über 40 Sänger, Musiker und Equipment am besten positioniert werden? Wer übernimmt welche Aufgaben? Welches Licht wird gebraucht? Das sind die Fragen, die der Musiker mit Ute Schreiber von der Städteregion sowie Barbara Breuer und Susanne Diederich von der Stolberg-Touristik diskutieren.

Apropos Licht: Das wird auch in diesem Jahr wieder die Burg in einer mystisch-farbige Welt einhauchen, die ganz neue Seiten des Wahrzeichens sichtbar werden lässt, verrät Nina Mika-Helfmeier. Das wird wieder Aufgabe der „Rost Group” sein, die dafür eigens von der Europäischen Kulturhauptstadt „Ruhr2010” in die Kupferstadt kommt.

Mit der Installation „Red Shoes” wird die Künstlerin Monika Ortmann ebenso die Erinnerungen der Stolberger aufgreifen, braucht dafür aber Fotos von Menschen, die einem wichtig sind. Und - soviel darf schon verraten werden - Walking Acts, Vorleserin, Illuminationen, Führungen und eine Performance historischer Brautpaare werden den Juli-Abend wieder zu einem ganz besonderen Erlebnis werden lassen - wenn sich die Stolberger wieder so begeistert in das Projekt einbringen wie im Vorjahr.

Bürger können sich aktiv beteiligen:
Vereine und Schulen, aber auch heimatgeschichtlich interessierte Einzelpersonen sind wieder wie im vergangenen Jahr aufgerufen, sich aktiv am „Burgen-Parcours” zu beteiligen - in den „Erinnerungswerkstätten”, bei dem Projekt „Red Shoe” und bei der theatralen Erarbeitung von Szenen, Tanz und Vorführungen. Nähere Informationen zu dem Kulturfestival gibt es ab sofort bei der Städteregion Aachen, Stabsstelle 16, Dr. Nina Mika-Helfmeier, Zollernstraße 10 in Aachen, 0241/5198-2664, nina.mika-helfmeier@staedteregion-aachen.de

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