Burgbesucher vor den Flammen gerettet

Von: Nina Junker
Letzte Aktualisierung:
12439523.jpg
Die Bergung und anschließende Betreuung der vielen „Verletzten“aus der dem Dachgeschoss der Burg stellte die Feuerwehrleute, die sich an der Großübung beteiligten, vor eine große Herausforderung. Foto: N. Junker
12439532.jpg
Jede Menge Wasserschläuche mussten ausgerollt werden, um den „Brand“ bei der Großeinsatzlage letztendlich zu löschen. Foto: N. Junker
12439538.jpg
Zahlreiche Zuschauer verfolgten die Anstrengungen der Feuerwehr, Herr der Lage zu werden. Foto: N. Junker
12439541.jpg
Auch die bewährten Übungspuppen kamen bei der Feuerwehrübung zum Einsatz. Foto: N. Junker

Stolberg. Nach einem Gewitter schlägt ein Blitz in das Dach vom Hauptgebäude der Burg ein. In der Burggalerie, die sich direkt unter dem Dach der Burg befindet, findet zu diesem Zeitpunkt eine Veranstaltung mit einer größeren Zahl von Besuchern statt.

Durch den enormen Blitzeinschlag ohne vorherigen Regen, brennt der Dachstuhl beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr bereits zur Hälfte. Feuerwehrsirenen sind im gesamten Stadtgebiet zu hören.

Ein nur schwer vorstellbares Szenario, das aber von der Feuerwehr am Freitagabend auf der Stolberger Burg simuliert wurde. Wer nicht wusste, dass es sich hierbei nur um eine Gesamtwehrübung handelte, konnte schon einmal einen Schrecken bekommen. Zahlreiche Löschfahrzeuge und Rettungswagen waren angerückt und umstellten die Burg. Das weitere Szenario der Übung: „Teile der Dachkonstruktionen sind auf die in der Burg anwesenden Besucher gefallen und haben diese zum Teil erheblich verletzt. Darüber hinaus kommt es zu einer schnellen Ausbreitung des Rauches, so dass die Gäste versuchen, sich über die Notausgänge auf beiden Seiten der Galerie in Sicherheit zu bringen. Aufgrund des Blitzeinschlags ist zudem die Brandmeldeanlange ausgefallen“, schildert Andreas Dovern, Leiter der Feuerwehr Stolberg, die Lage.

Erschwerte Bedingungen für die rund 150 teilnehmenden Rettungskräfte der Feuerwehr und des technischen Hilfswerks. Auch die Jugendfeuerwehr beteiligte sich an der Übung, indem sie authentisch die Rolle der in Panik geratenen oder verletzten Besucher einnahm. Der eine Teilnehmer suchte verzweifelt ein Familienmitglied, während der andere sich von einem Rettungssanitäter verletzt behandeln lassen musste. Obgleich es sich nur um eine Übung handelte, waren alle Teilnehmende sehr konzentriert bei der Sache. Für den Zuschauer sah es so aus, als ob die Helfer ganz vergessen würden, dass es sich bei dem vorliegenden Patienten teilweise nur um eine Übungspuppe handelte und nicht etwa um eine reale Person.

Die rund zweistündige Gesamtwehrübung zog aufgrund ihrer Größe zahlreiche interessierte Besucher an, darunter auch Bürgermeister Tim Grüttemeier und den CDU Fraktionsvorsitzenden, Jochen Emonds. „Mittlerweile führen wir jedes Jahr eine Jahreshauptübung durch. Letztes Jahr war der Übungsplatz die Firma Dalli, dieses Jahr ist es die Burg. Wir haben diesmal von zwei Seiten aus gearbeitet. Einmal von der Burgstraße aus und einmal von Seiten der Katzhecke. Wir haben erst die Menschenrettung durchgeführt und später dann auch die Brandbekämpfung“, berichtet Dovern.

Nach der Übung waren alle Rettungskräfte glücklich über die geleistete Arbeit, obwohl sie aber auch sichtbar erschöpft waren. „Wir haben unser Übungsziel erreicht und sind sehr zufrieden. Die Zusammenarbeit mit den anderen Organisationen hat sehr gut funktioniert“, zog Feuerwehrchef Andreas Dovern am Ende ein positives Fazit der diesjährigen Gesamtwehrübung.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert