Bunter Streifzug durch Popmusik und Klassik

Von: mlo
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Stolberg. Lang anhaltenden, begeisterten Beifall hat es am Samstagabend im Museum Zinkhütter Hof für die beiden Bläserensembles aus den Randgebieten Aachens gegeben.

Der „Instrumentalverein Eilendorf” unter Leitung von Marc Doomen wusste mit einem bunten Mix aus alten und neuen Stücken zu gefallen, während der kleine feine „Musikverein Hahn” um Wim Brils mit symphonischer Musik und verschiedenen Märschen aufwartete.

Der erste Teil gehörte den „Grünen” aus Eilendorf. Gleich zur Eröffnung spielten sie sich mit dem anspruchsvollen und unterhaltsamen „Narrentanz” von Tschaikowsky und dem Pop-Klassiker „Time to say goodbye” in die Herzen der Zuhörer. Seit 2008 steht Marc Doomen dem seit 1869 bestehenden Orchester als Dirigent vor. Zuvor hatte er zehn Jahre als Solohornist im Johann Strauss Orchester bei André Rieu gespielt und ist seit seinem Dirigentenstudium am königlichen Konservatorium in Den Haag ein gefragter Mann. Das Stück „Dances with wolves” - nach dem Film mit Kevin Costner - begeisterte die Anwesenden ebenso wie das teilweise wild und ausgelassen präsentierte jiddische „Dance of the Chabbad Chassidim”Soloklarinette: Markus Jansen).

Die Klänge, homogen und straff geführt, mochten so manchen Skeptiker von der Qualität reiner Blasmusik überzeugen. Ebenfalls ein Vergnügen war der Streifzug durch die Popmusik von Michael Jackson mit Kathrin Theissen auf dem Solosaxophon. Hier wusste der 1972 in Heerlen geborene Doomen die fein nuancierten Passagen der einzelnen Lieder gut herauszustellen.

In der Swing-Zugabe brachten die Musiker die Schönheit des Werks mit den vielen kleinen solistischen Einlagen zum Glänzen. Zu nennen sind hier Schlagzeuger Timm Gauglitz, Trompeter Markus Bartz und Klarinettistin Karin Iglauer.

Nach der Pause servierten die Damen und Herren aus Hahn im roten Jackett einen weiteren Hörgenuss aus den unterschiedlichsten musikalischen Genres. Die Freunde der konventionellen Blasmusik kamen genauso auf ihre Kosten wie diejenigen, die es lieber etwas swingender und populärer mögen. Der Leiter des Hahner Musikvereins kommt ebenfalls aus den Niederlanden und ist ein Allroundtalent. Wim Brils absolvierte seine Ausbildung am Konservatorium in Maastricht und ist derzeit Dozent an der Musikschule in Erkelenz. Neben dem Musikverein Hahn leitet er noch ein Orchester in der Heimat.

Von dem belgischen Komponisten Jan van der Roost stammt die „Slavia Rhapsodie”, eine Komposition im Stile slawischer Tänze, die ihren Reiz aus dem Wechsel breiter melodischer Linien und schnellen Tempi gewann.

Drei Märsche gehören zu den „Symphonic Marches” von John Williams, des derzeit erfolgreichsten Filmmusik-Komponisten überhaupt. Ein kurzweiliges Medley um einen Vampirforscher in Transsylvanien und der Soundtrack aus dem „dritten Mann” von Anton Karas verbreiteten ebenso gute Laune wie der swingende „Boogie-Express” von Manfred Schneider.
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