Bunter Strauß an Melodien aus Opern und Sonaten

Von: dö
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Ein Konzert auf hohem Niveau: Susanna Amirkhanyan (l.) und Natalie Stercken boten von Leidenschaft und hoher Dramaturgie geprägte Stücke aus sieben Opern und Klavierwerken. Foto: T. Dörflinger

Stolberg. Gekonnte Dramaturgie, Leidenschaft und hohes künstlerisches Niveau zeichneten den Opernabend aus, den die in der Kupferstadt ansässige Natalie Stercken (Sopran) und die in Lübeck beheimatete Susanna Amirkhanyan (Klavier) jetzt im Rittersaal der Burg boten.

Für ihr Konzert hatten die beiden Musikerinnen, die als „Duetto Passionato“ auftraten, Stücke aus sieben Opern und Klaviersonaten ausgewählt.

Puccini-Oper

Das 90-minütige Programm begann mit einer von Stercken gesungenen und gespielten Szene aus der Puccini-Oper „Madame Butterfly“.

Die Szene - die Sopranistin war dazu in einem traditionellen japanischen Kimono gekleidet - handelte von Sehnsucht, Verzweiflung und vergeblicher Liebe. Im danach folgenden Vivaldi-Stück - Stercken trug dazu ein weißes Brautkleid der 1950er Jahre - stellte die Sopranistin eine Braut dar, die sich verstoßen, verachtet und missverstanden fühlt.

Dazwischen lag eine von Amirkhanyan gespielte Klaviersonate von Telemann. Schon bei den ersten Stücken machte sich das außergewöhnliche Talent von Stercken bemerkbar, die nicht nur über eine ausdrucksstarke und geschulte Stimme verfügt sondern auch die schauspielerische Darstellung perfekt beherrscht.

Flinke Finger

Dem nichts nachstehend; gab sich die gebürtige Armenierin Amirkhanyan, die mit flinken Fingern über die Tastatur des Pianos eilte und die gespielten Stücke druckvoll und ausdrucksstark umsetzte. Um das Publikum mit dem Leben und Wirken der Komponisten vertraut zu machen und die Hintergründe der einzelnen Opernwerke zu erklären, reicherte Stercken die gespielten und gesungenen Stücke mit einer Vielzahl von Informationen an.

Passend dazu hatte man die überwiegend in italienisch gesungen Stücke ins deutsche übersetzt und dem Publikum die Texte in gedruckter Form zugänglich gemacht. Fortgesetzt wurde der abwechslungsreiche Opernabend mit Werken von Cavalli, Hummel, Verdi und Händel.

Dabei trat Stercken mal als enttäuschte Kleopatra auf oder stellte eine Frau dar, deren Herz von Frieden, Sehnsucht und Liebe erfüllt ist. Um diese überwiegend von Tragik, Tod und enttäuschter Liebe geprägte Stücke zu einem harmonischen und heiteren Abschluss zu bringen, widmeten sich die beiden Künstlerinnen in ihrer Zugabe Franz Lehar, um eine Szene aus dessen musikalischer Komödie „Guiditta“ aufzuführen. Das Publikum war begeistert. Es bedankte sich bei den beiden ausgezeichneten Protagonisten mit lang anhaltendem Beifall.

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