Büsbach hat wieder einen Wochenmarkt

Von: Lukas Franzen
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Bei einem Stand soll es im Barenland nicht bleiben: Händlerin Michaela Glareva möchte weitere Marktbeschicker motivieren, sich auf dem Büsbacher Marktplatz niederzulassen. Foto: L. Franzen

Stolberg. Ob Maria Becker die in Stolberg auch als „Wölleklös“ bekannten Wollbohnen wirklich kaufen wird, steht noch nicht fest. „Das bespreche ich noch mit meinem Mann“, meint die Rentnerin, die auf ihrem Nachhauseweg ganz zufällig auf den neuen Marktstand im Ortskern aufmerksam geworden ist.

Eines steht für die Büsbacherin aber außer Frage: „Dass es hier wieder einen Wochenmarkt gibt, finde ich gut. Auch die Aufmachung des Stands gefällt mir.“ Damit meint Maria Becker die breite Produktpalette von Michaela Glareva und ihrem Mann Shefki. Obst, Gemüse, Kartoffeln, Eier, Gewürze, frische Kräuter, sogar Blumen möchte das Händler-Ehepaar aus Eschweiler künftig jeden Donnerstag von 7 bis 13.30 Uhr auf dem Marktplatz anbieten. In der Stolberger Innenstadt, Eschweiler und Aachen-Brand sind die Glarevas schon länger auf Wochenmärkten vertreten. Donnerstags hatten die beiden Marktbeschicker bisher aber noch frei. Warum also keinen Versuch in Büsbach wagen?

„Viele unserer Kunden, die in Büsbach oder Münsterbusch wohnen, sind bisher zu unserem Stand in der Innenstadt gekommen, wünschen sich aber einen Wochenmarkt in Büsbach“, sagt Michaela Glareva, deren Waren von drei Bauern aus Heinsberg und Linnich stammen – einem Obst-, einem Gemüse- und einem Kartoffelbauer. „Marktbesucher schätzen die frischen und regionalen Produkte“, ist die Verkäuferin überzeugt. „Es kommt gut an, wenn der Kohl nicht aus China, sondern aus der Umgebung kommt und dadurch regionale Bauern unterstützt werden.“

Geht es nach Michaela Glareva, sollen bald schon weitere Händler ihre regionalen Produkte auf dem Büsbacher Markt anbieten. „Wir hoffen auf weitere Stände, die das Angebot noch größer und attraktiver machen würden. Ich werde versuchen, weitere Marktbeschicker zu überzeugen.“ Brot, Fisch und Fleisch, meint die Verkäuferin, wären eine optimale Ergänzung.

Auch die Nachfrage muss stimmen

Das Angebot ist das eine. Ob der Büsbacher Marktplatz an der Konrad-Adenauer-Straße seinem Namen und seiner ursprünglichen Funktion aber wieder dauerhaft gerecht werden kann, hängt ebenso von der Nachfrage der Anwohner ab. Der letzte größere Versuch, einen Wochenmarkt an dieser Stelle zu etablieren, reicht bis ins Jahr 2007 zurück. Lange hielt dieser sich jedoch nicht. Michaela und Shefki Glareva wollen deshalb zunächst abwarten, wie sich der Markt in den ersten Wochen entwickelt. Die Resonanz beim Auftakt sei immerhin vielversprechend, sind sich beide einig. Zwischen 30 und 40 Kunden, schätzt die Händlerin, seien in den ersten Stunden schon bedient worden. Die umsatzstärkste Phase zwischen 10 und 11 Uhr hat da gerade erst begonnen.

In der „Rush Hour“ des Marktes ist auch Franziska Winkler an den Stand der „Markt-Pioniere“ gekommen. Und der jungen Büsbacherin geht es wie Maria Becker. Im Vorbeigehen ist sie auf das rege Treiben am Markt aufmerksam geworden – und direkt begeistert: „Das ist wirklich schön hier. Ich bin mir sicher, dass ganz Büsbach davon begeistert sein wird. Der Markt sorgt für ein völlig anderes Feeling im Ort.“ Franziska Winkler deckt sich nicht nur mit Paprika und Kartoffeln ein. Auch werde sie kräftig Werbung in der Familie und bei Freunden machen. Ein Vorhaben, das dem neuen Büsbacher Wochenmarkt nur gut tun kann.

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