Bürgerstiftung Stolberg feiert im Schatten der Burg

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Historisch geht es zu beim ersten Fest der Stolberger Bürgerstiftung. Im Schatten der Burg wurde bekanntgegeben, dass die Stiftung mittlerweile über 100 Förderer hat.

Stolberg. Das erste Bürgerfest der „Bürgerstiftung Stolberg“, welches von Bürgern für Bürger ehrenamtlich organisiert wurde, hat am Sonntag auf der Burg stattgefunden. Dazu hatten sich im Vorfeld bereits viele freiwillige Bürger, auch solche die nicht der Bürgerstiftung angehören, bereit erklärt einen Beitrag zu leisten.

„Wir können stolz darauf sein, dass so viele Menschen mitgeholfen haben, ein solches Fest zu organisieren“, erklärt Hans-Josef Siebertz, vom Vorstand der Stiftung.

Das Programm hatte dementsprechend einiges zu bieten. Die Musikschule Merz und Natalie Stercken sorgten für die musikalische Unterhaltung. Weitere Höhepunkte boten dass Theater des Helene Weber Hauses, der Kulturverein City-Starligts und eine türkische Folklore Gruppe. Natürlich fehlten die Burgritter an diesem Sonntag auch nicht. Zusätzlich gab es einmal für Kinder und im Anschluss für Erwachsene eine Burgführung. Bemerkenswerterweise haben die Akteure allesamt auf ihre Gage verzichtet. Die Speisen, wie beispielsweise türkische Spezialitäten, wurden von der Türkischen Gemeinschaft „Ditib“ gespendet und angeboten oder ein Grillstand von der Schützenbruderschaft befeuert.

Zudem gab man mit großem Stolz die Stifter mit der Nummer 99, 100 und 101 bekannt. Bemerkenswert, denn schließlich besteht die Stiftung gerade erst ein Jahr.

Besonderes Projekt

Die Bürgerstiftung selbst war an diesem Tag mit einem Stand vertreten, so dass sich jeder Interessierte dort über die Tätigkeiten der Stiftung informieren konnte. Indes hatten die Besucher die Möglichkeit, einen Einblick in das erste große Projekt, einer circa 60-seitigen „Heimatfibel“, zu erhalten. Diese Fibel ist vor allem für 8 bis neunjährige Grundschüler erarbeitet worden. „Uns liegt am Herzen, dass wir den Kindern ihre Heimat Stolberg ein Stückchen näher bringen. Auf unterhaltsame Weise wollen wir die Kinder dazu anregen, sich mit der Geschichte Stolbergs zu befassen,“ so Wolfgang Hennig, Mitglied des Stiftungsrats.

Die Stiftung hatte die Idee und die Initiative für dieses Projekt ergriffen und innerhalb kürzester Zeit fanden sich 17 fachlich qualifizierte Mitwirkende, die sich in dem Arbeitskreis „Unsere Heimat“ formiert hatten. Aufgrund der komplexen Sachkenntnis über die Stadt Stolberg ist Wolfgang Henning sehr erfreut über die Mitarbeit von Friedrich Holtz, der als „Hobbygeologe“ von Galmei über Steinkohle, Zink oder Holz bis hin zur ersten großen Industriestadt Stolberg ein großes Wissen für dieses Heimatbuch weitergeben konnte. Holtz selbst ist überzeugt, dass diese Fibel „Identifikation stiftend“ wirken könne.

Ab 2014 soll das „stolze“ Projekt an die Grundschulen in Stolberg verteilt werden. Diese „Heimatfibel“ konnte maßgeblich durch „Zeitspenden“ entstehen, das heißt Menschen spenden ihre Zeit für eine gute Sache. Die Bürgerstiftung fördert und unterstützt gemeinnützige Projekte; die Hilfe wird jedoch nicht nur mit finanziellen Mitteln geleistet sondern insbesondere vom ehrenamtlichen Einsatz.

Vorschläge und neue Ideen, die den Bürgern zu Gute kommen, nimmt die Bürgerstiftung gerne entgegen.

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