Bürgerstiftung: Kupferstadt ein Stück Identität gegeben

Von: Christoph Hahn
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Frische Impulse nicht nur für das Fach Sachkunde: Hans Josef Siebertz, Vorsitzender der Bürgerstiftung, und sein Vorstandskollege Helmut Frink übergaben das neue Heft „Stolberg – meine Heimat“ an Vertreterinnen örtlicher Schulen. Foto: C. Hahn

Stolberg. Kaum ein Schüler in der Kupferstadt wird noch darum herumkommen: In einer Auflage von 5000 Stück haben die Aktiven der Bürgerstiftung das Lern- und Leseheft „Stolberg – meine Heimat“ herausgebracht.

Dabei hat sich der Arbeitskreis aus Stiftern und „Zeitspendern“ (die nicht zum Kreis der Stifter gehören, sich aber gleichwohl im selben organisatorischen Rahmen engagieren) nicht damit begnügt, das vor etwa 25 Jahren veröffentlichte Heft gleichen Namens einfach wieder drucken zu lassen – sie haben es von Grund auf neu erstellt und gestaltet.

Bei einer Feierstunde im Rittersaal der Burg wurden Exemplare der Publikation, die auch in den Filialen der Sparkasse gegen eine Schutzgebühr von acht Euro verkauft wird, an Vertreter von Grund- und weiterführenden Schulen sowie Altentagesstätten übergeben.

15 Menschen, denen die Stadt, ihre Geschichte und ihre Gegenwart aus unterschiedlichen Gründen nahe ist, haben in den zurückliegenden Monaten dem 70 Seiten starken, reich bebilderten Heft Gestalt gegeben. Heimatforscher Friedrich Holtz war ebenso dabei wie Johanna Steinröx, Leiterin der Atscher Grundschule, Burghistoriker Christian Altena, der Mitarbeiter unserer Zeitung, Toni Dörflinger, und – als Seele des Ganzen – die Grafikerin und Bildende Künstlerin Birgit Engelen.

Die erinnerte sich in der von Carolin Kruff moderierten Talkrunde lebhaft an den nicht immer leichten Produktionsprozess. Mitunter habe sie ihre Mitstreiter hart in die Pflicht nehmen müssen: „Ich habe dann immer gesagt: Das passt nicht; ihr müsst kürzen.“ Ihr Fazit jedoch hört sich sehr nach Zufriedenheit an: „Das Ergebnis kann sich sehen lassen.“

Kann es sich auch: Mit faktenreichen, gut zu lesenden Texten und passendem Bildmaterial legen die Autoren ihren Lesern das ganz besondere Stolberger Heimatgefühl ans Herz Warum die Kupfermeister „Kupfermeister“ heißen, obwohl sie Messing produziert haben, wie die Burg wurde, was sie heute ist und welche Religionen vor Ort vertreten sind: Dies alles und noch mehr schildert der Band, dessen Umschlag selbstredend das Logo der Bürgerstiftung ziert.

Da nimmt es kaum Wunder, dass die Verantwortlichen der Stiftung, die mit Hilfe von Sponsoren für die Veröffentlichung 8500 Euro aufgebracht hat, das längst nicht nur für Kinder geeignete Heft mit großer Begeisterung aufnahmen. In dem von Mitgliedern und Schulleuten bis auf den letzten Platz gefüllten Rittersaal gab sich der Vorstandsvorsitzende Hans-Josef Siebertz nach der Lektüre hoch erfreut: „Da waren einige Dinge, die ich bisher noch nicht kannte.“

Wolfgang Hennig, der Vorsitzende des Stiftungsrates, lobte die Verfasser: „15 Leite unter einen Hut zu bringen – das war nicht immer ganz einfach. Aber die Arbeitsgruppe hat sich immer auf eine Lösung verständigt.“

Die pädagogischen Qualitäten von Stolberg – meine Heimat“ habe ihn restlos überzeugt: „Die neue Broschüre bringt Fragen – zum Erkunden, zum Suchen und zum Finden.“ Unter Anspielung auf die Höhe der Auflage formulierte Hennig seine Schlussfolgerung: „Wenn auf diese Weise sich 5000 Menschen mehr mit dieser Stadt identifizieren – dann ist das der schönste Dank.“

Das sieht Schulleiterin Johanna Steinröx als Praktikerin ähnlich. Die aktivierende Wirkung des Heftes schätzt sie ganz besonders: „Fast auf jeder Seite werden Kinder zum Tätigwerden aufgefordert.“ Auf Expedition in die eigene Stadt gehen: Dieser Aufruf richtet sich an Kleine wie an Große.

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