Stolberg - Bürgermeister will Mehrfachhalter von Hunden deutlich entlasten

Bürgermeister will Mehrfachhalter von Hunden deutlich entlasten

Von: -jül-
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Stolberg. Noch nicht beziffern kann Ferdi Gatzweiler den voraussichtlichen Ausfall an Einnahmen, aber nach den Protesten von Hundehaltern und Tierschutzorganisationen legt er dem heute tagenden Stadtrat eine Überarbeitung der seit Neujahr geltenden Steuersatzung ans Herz.

Damit soll einerseits die Aufnahme von „Waisen” aus Tierheimen erleichtert werden, andererseits will der Bürgermeister Belange von Haltern mehrerer Hunde berücksichtigen.

Die Mehrbelastung bei Mehrfachhaltung sei deutlich, erklärt der Verwaltungschef. So müsse eine engagierte Tierschützerin für vier Hunde heute 816 Euro im Jahr bezahlen, bisher seien es 492 Euro gewesen. Dabei habe die Halterin die Tiere nur im Vertrauen auf die Bezahlbarkeit der geltenden Steuersätze angeschafft, greift Gatzweiler ihre Argumentation auf.

Vielen Haltern sei es angesichts der erhöhten Steuersätze aber nun nicht mehr möglich, sich um die Tiere zu kümmern und sie zu versorgen. Denen drohe nun wiederum die Abschiebung in eines der ohnehin überfüllten Tierheime. Deshalb will der Bürgermeister rückwirkend eine Bestandsschutzklausel einführen für Halter mehrerer Hunde, die vor dem Jahresbeginn angeschafft und angemeldet wurden.

Demnach soll der erste 102, der zweite 105 und jeder weitere Hund 123 Euro kosten. Derzeit wird für jedes Tier bei der Haltung von drei und mehr Hunden jeweils 204 Euro Steuer in Rechnung gestellt. Somit würde die vom Bürgermeister angeführte Halterin im Vergleich zum Vorjahr entlastet und müsste 453 Euro Steuer zahlen.

Unabhängig davon soll eine zukünftig greifende Regelung zum nächstmöglichen eingeführt werden, die Tierheime entlasten helfen soll. Demnach sollen Halter, die Hunde nachweislich aus einem Tierheim übernommen haben, eine Steuerbefreiung von einem Jahr erhalten können. Diese Regelung soll auf nur einen Hund beschränkt sein und nur auf Antrag gewährt werden.

Darüber hinaus soll eine demografische Komponente eingeführt werden für Hunde, die zum Zeitpunkt der Übernahme aus dem Tierheim mindestens acht Jahre alt sind. Für solche vierbeinigen „Seniorenwaisen” soll eine Steuerbefreiung bis zu ihrem Lebensende gewährt werden. Gefährliche Hunde sollen von den Vergünstigungen ausgenommen sein.
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