Bürger diskutieren über Quartiersplatz am Steinweg

Von: Sarah-Lena Gombert
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Stecken bei der Planungswerkstatt die Köpfe zusammen: Stolberger diskutieren über die Zukunft des Oberen Steinwegs. Foto: S.-L. Gombert

Stolberg. „Der Stolberger Steinweg wird nie wieder eine blühende Einkaufsstraße. Das zu glauben, so naiv ist niemand.“ Mit klaren Worten eröffnete am Donnerstagabend Andreas Pickhardt vom Stolberger Amt für Stadtentwicklung die Planungswerkstatt für den Quartiersplatz Oberer Steinweg.

Wie berichtet, will die Stadt zwei Häuser abreißen, um einen kleinen Platz anzulegen. Nun diskutierten Politiker, Verwaltungsmitarbeiter, Anlieger und Anwohner darüber, wie dieser Platz aussehen soll. Rund 30 Stolberger waren der Einladung ins Rathaus gefolgt.

Das Quartier „Oberer Steinweg“ soll nach dem Willen der Stadt im Zuge des Entwicklungskonzeptes „Talachse Innenstadt“ durch die Einrichtung eines neuen Platzes aufgewertet werden. Dadurch, dass zwei leerstehende Häuser (Hausnummern 38 und 40) abgerissen werden, die mittlerweile im Besitz der Stadt sind, könnte solch ein Platz geschaffen werden. Bewohner und Besucher hätten im Steinweg mehr von der Nähe zur Vicht und auch der Blick hinauf zur Burg soll frei bleiben.

Fragen, die momentan noch offen sind, lauten: Dürfen die alten Häuser überhaupt abgerissen werden, oder hat der Denkmalschutz etwas dagegen? Hier wartet die Verwaltung noch auf eine Antwort der zuständigen Behörde. Und: Wollen die Stolberger wirklich einen belebten Platz, der unter Umständen mehr Lärm für die Anwohner bedeuten könnte?

Zur Debatte standen am Donnerstagabend zwei Modelle von unterschiedlichen Architekturbüros mit jeweils einer A- und B-Variante. Das erste Architektenteam will nicht nur die Häuser abreißen, sondern mit Rampen und Treppen einen Zugang zum Wasser schaffen. „Das mag Charme haben, ist aber so nicht umsetzbar“, gab Pickhardt gleich zu bedenken. Entweder würde das Gefälle zum Flussufer zu steil, oder der Platz zu klein. Übrig bliebe eine Variante mit einer Art tiefer gelegten Terrasse, etwa anderthalb Meter oberhalb der Wasseroberfläche.

Das zweite Architekturbüro will den Platz komplett auf Ebene des Steinwegs anlegen. Hierfür plädierten nach ausgiebigen Diskussionen auch die meisten Anwesenden. Auch dafür, dass der Platz sich optisch an den Steinweg anpassen solle, votierten die Bürger. Bäume: Ja, aber bitte nicht zu viele, denn der Blick zur Burg soll nicht verstellt werden. Ein weiterer offener Punkt ist auch nach der Planungswerkstatt noch, ob der Steinweg künftig generell eine belebte Gastro-Meile oder eher ein ruhiges Wohnviertel werden soll. Und wo genau sollen Anwohner und Besucher künftig parken?

„Wir werden die Ideen und Anregungen von heute in die Vorlage für den nächsten Ausschuss für Stadtentwicklung einfließen lassen“, sagte Tobias Röhm, Technischer Beigeordneter, am Ende der Veranstaltung. Der Ausschuss tagt am 26. Oktober.

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