BSR-Cup: Krimis im Werther Stadion

Von: Lukas Franzen
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Fußball-Krimis im Werther Naturstadion: Gastgeber SG Stolberg unterliegt letztlich Verlautenheide ebenso im Elfmeterschießen... Foto: L. Franzen
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...wie Wenau dem VfL Vichttal den Vortritt lassen muss. Foto: L. Franzen

Stolberg-Werth. Hundertprozentige Chancen nicht genutzt, Entscheidung erst im Elfmeterschießen, 1:0-Führung und dennoch verloren – so liest sich die Dramaturgie der beiden Halbfinalpartien beim 40. BSR-Cup, die genau diesem Muster folgten. Ein wichtiger Unterschied: Der VfL Vichttal löste sein Finalticket am Ende hochverdient.

Der Sieg von Eintracht Verlautenheide dagegen kann zumindest als glücklich bezeichnet werden. „Es hat nicht sollen sein“, so die nüchterne Reaktion von Trainer Uwe Daun kurz nach dem Elfmeterkrimi seiner SG Stolberg gegen den Bezirksliga-Aufsteiger aus Verlautenheide. „Hätte nicht sein müssen“ – auch diese Aussage wäre nach dem Aus der Gastgeber wohl auf viel Zustimmung gestoßen.

Denn nach torloser erster Hälfte war es der amtierende Stolberger Stadtmeister, der trotz drückender Hitze den Druck erhöhte und sich die klareren Torchancen erspielte. Zum Beispiel, als Benedikt Balden in der 55. Spielminute nach mustergültiger Vorlage von Kai Hittdorf den Ball aus kürzester Distanz nur noch einschieben musste, statt dem Tornetz jedoch nur das Fangnetz traf.

Vorlagengeber Kai Hittdorf machte es 20 Minuten später besser. Einen langen Ball von Fabian Dautzenberg hob die Nummer 10 der SG ansehnlich über den vorgerückten Schlussmann der Eintracht und sorgte für die ersten „Finale oooohoooo“-Gesänge an der Mausbacher Straße. Diese verstummten jedoch ebenso schnell, als etwa Dennis Tümmers von Verlautenheide völlig frei auf den Kasten der SG zustürmte und nur um Zentimeter vergab. Nach erneuter Vorlage von Kai Hittdorf hätte Patrick Glowaki auf der anderen Seite endgültig alles klar machen können, doch er fand in dem Eintracht-Keeper Thomas Kubis seinen Meister, der den Ball noch an den Pfosten lenkte.

Die SG ließ nicht locker und suchte die Entscheidung. Das Tor erzielte die andere Mannschaft. Kurz vor Schluss war es ausgerechnet der ehemalige Torjäger des Fusionsclubs, Jens Hansen, der die Eintracht mit seinem Treffer ins Elfmeterschießen rettete.

Erinnerungen an das WM-Viertelfinale Niederlande – Costa Rica wurden wach, als Uwe Daun Sekunden vor Abpfiff der regulären Spielzeit seinen Torhüter Marc Nolden gegen Ralf Horbach tauschte. Dieser hatte in der letzten Runde des BSR-Cups beim 4:2-Sieg über SC Berger Preuß drei Elfmeter pariert, musste jedoch zusehen, wie dieses Mal Torwartkollege Kubis den entscheidenden Versuch parierte. Denn nachdem beide Teams ihre ersten fünf Versuche allesamt verwandeln konnten und auch Verlautenheide zum sechsten Mal traf, vergab Jorge Gonzales den sechsten Versuch für die SG (Endstand: 7:6 für Eintracht Verlautenheide), der damit wie im letzten Jahr nur das „kleine Finale“ bleibt.

Im Spiel um Platz 3 trifft der A-Ligist am Samstag auf den Bezirksligisten Jugendsport Wenau, während es im Finale zu einer Neuauflage des Endspiels des letzten Jahres zwischen Vichttal und Verlautenheide kommt.

Die Elf von Udo Lipka setzte sich am Ende ebenfalls im Elfmeterschießen durch, nachdem sie lange einem Rückstand hinterhergelaufen war. Dardan Bajri hatte Wenau in der ersten Halbzeit überraschend in Führung gebracht, während der Titelverteidiger aus der Landesliga hochkarätige Chancen nahezu im Minutentakt vergab. So musste bezeichnenderweise ein ruhender Ball für den verdienten Ausgleich herhalten. Robert Walica traf nach Freistoß von Patrick Schnier in der 75. Minute per Kopf.

Auch nach dem Ausgleich drängte der VfL weiter auf das Tor des Teams von André Winkhold. Doch da Toni Garcia drei Minuten vor Spielende nach perfektem Zuspiel von Schnier nur die Latte traf, musste auch das zweite Halbfinale durch ein packendes und kurioses Penaltyschießen entschieden werden, in dem Vichttal drei und Wenau vier von sieben Versuchen vergab. Tobias Uecker verwandelte den entscheidenden Elfmeter für Vichttal zum 6:5-Endstand - der Schlusspunkt eines packenden Fußballabends.

Heute geht‘s um 16 Uhr und um 18 Uhr mit den Endspielen auf dem Sportplatz Werth weiter.

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