Stolberg - „Brücken bauen“: Halbzeitstellen an Kindertagesstätten

„Brücken bauen“: Halbzeitstellen an Kindertagesstätten

Von: -jül-
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Stolberg. „Warum denn immer wieder diese Befristung“, ärgerte sich Mathias Prußeit, wobei der Linke im Personalausschuss gleichzeitig die Einrichtung von fünf 0,5-Stellen im Rahmen des Projektes „Kita-Einstieg: Brücken bauen in Frühe Bildung“ begrüßte.

„Ganz einfach“, erläuterte Robert Voigtsberger: „Die Befristung orientiert sich an der Bundesförderung für dieses Projekt.“ Und diese laufe erst einmal bis Ende 2020.

Dabei gehe es einerseits um eine halbe Stelle für eine Koordinierung des Projektes sowie um weitere vier Fachkräfte. Gleichwohl untermauerte der Jugenddezernent, qualifiziertes Personal in städtischen Diensten auch über die Befristung hinaus festhalten zu wollen.

Auch Martin Künzer sah in der Befristung nur eine kleine „Kröte“, die geschluckt werden müsste, denn ohne die Bundesförderung würde es diese Stellen erst gar nicht geben. Die Befristung macht dem Vorsitzenden des Personalrates auch aus anderer Sicht keine Kopfschmerzen. Es sei mittlerweile übereinstimmender Konsens im Hause, dass befristeten Kollegen im Kindergartenbereich eine Übernahme angeboten werde.

Das Bundesprogramm richtet sich an Kinder und Familien, die bisher nicht oder nur unzureichend von der institutionellen Kindergartenbetreuung erreicht werden. Bei einer Fördersumme von 452.000 Euro beträgt der kommunale Anteil rund 50.000 Euro. Begrüßt wurde vom Personalrat auch die Ausweitung der Randzeitenbetreuung im Kindergarten Parkstraße.

„Wir haben eine gute Kita gefunden, die das Angebot in ihrem Sozialraum vorbildlich umsetzt“, sagte Künzer. Bei dem Unterfangen der familienfreundlichen Betreuung müsse man aber auch darauf achten, dass das Personal selbst familienfreundliche Arbeitszeiten behält. „Das wird durch eine geschickte Koordinierung der Dienstpläne sicherlich gelingen“.

Die Öffnungszeiten der Kita Parkstraße wurden auf 6.30 bis 18 Uhr erweitert. Mit 25 Kindern in den Randzeiten sei das Angebot derzeit ausgeschöpft, soll aber auch sukzessive auf andere Sozialräume übertragen werden. Das Angebot ist für die Stadt kostenneutral, da der Bund über das Projekt „Kita Plus“ zusätzlich zu den Personalkosten bis zu 60.500 Euro eine 20-prozentige Sachmittelpauschale gewähre.

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