Bruce Kapusta: „Kölsch” für zwei Stunden Amtsprache

Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung:
Singend und Trompete spielend
Singend und Trompete spielend genoss Entertainer Bruce Kapusta bei seinem Auftritt in Büsbach das Bad in der Menge. Foto: D. Müller

Stolberg-Büsbach. Gut zwei Stunden lang war die inoffizielle „Amtssprache” Büsbachs „Kölsch”, denn Bruce Kapusta und Annemie Lorenz hatten zu einem Abend unter dem Motto „Singe un Laache” eingeladen.

Im großen Saal von „Angies Bistro” eroberte der singende Trompeter Kapusta gleich zu Beginn die Herzen der Fans im Sturm, als er mit „Dä Clown für Üch” den bunten Reigen aus Musik und Humor eröffnete. Nahtlos ließ er „dat Trömmelche jehn”, und schon war klar, warum Kapustas neues Programm als „Kölsches Mitsingkonzert” unterschrieben ist.

Das Publikum stimmte sofort lautstark und gut gelaunt mit ein. Von den an die Gäste verteilten Liederheften mit den Texten der Schlager mussten viele kaum Gebrauch machen, denn unsterbliche Willi-Ostermann-Klassiker wie der „Villa Billa Walzer” oder die kölsche Hymne „En dr Kayjass”, wo „dreimol Null” immer noch „Null es”, sind nach wie vor so präsent wie das aktuellere „Schenk mir Dein Herz” der „Höhner”. Der musikalischen Aufforderung „Kumm los mer fiere” kam das Publikum gerne nach, und der Gesang, das Schunkeln und rhythmische Klatschen pausierten nur dann, wenn Annemie Lorenz zum Mikrofon griff.

Das Kölner „Urgestein” hatte mit ihren amüsanten Anekdoten die Lacher auf ihrer Seite. Die legendäre Geschichte „Et Käppche”, in der evangelische Kinder eine katholische Messe aus ihrer Sicht beschreiben, oder der Besuch des Schulrats in einer Dorfschule - von Lorenz in feinstem Kölsch vorgetragen - wurden von Szenenapplaus und deftigen Lachattacken begleitet.

Im musikalischen Hauptteil der Veranstaltung glänzte Bruce Kapusta, den die Karnevalsgesellschaft Teuflische Jecke in Kooperation mit „Angies Bistro” nach Büsbach geholt hatte, durch seine Entertainer-Qualitäten. Er begeisterte mit seinem Trompetenspiel wie mit seinem Gesang, sprach das Publikum charmant an und wusste sowohl rheinisch-temperamentvoll als auch romantisch zu unterhalten.

Zwischen den zeitlosen kölschen Liedern wie „Drink doch ene met” und „Verdamp lang her” streute Kapusta seine eigenen Stücke ein, sang und spielte unter anderem „Dat Lääve es schön” und „Clown Mädchen” - ein Schlager, der mittlerweile selbst schon ein Klassiker ist. Auf dem besten Wege, diesen Status ebenfalls zu erlangen ist wohl auch ein Titel, der den Kupferstädter Karnevalsfreunden als als das Lied des Stolberger Prinzen Dieter IV. (Brockmann) bekannt geworden ist und zum Teil aus Kapustas Feder stammt.

So war Stimmung quasi garantiert, als der bekannte Publikumsliebling „Licht aus Spot an” erklingen ließ.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert