Brötchen, Kaffee und Informationen am Stolberger Hauptbahnhof

Von: Jürgen Lange
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Noch wird der Hauptbahnhof san
Noch wird der Hauptbahnhof saniert, aber am Gleis 43 wird es neben einer Toilettenanlage auch ein Service-Zentrum geben. Foto: J. Lange

Stolberg. Lange und intensive Gespräche waren hinter den Kulissen erforderlich, um den Weg des Machbaren zu finden. Aber ein lang gehegter Wunsch kann nun am Hauptbahnhof Realität werden. Das sanierte Denkmal wird im Sommer eröffnet, der Ringschluss nach Alsdorf erfolgt im Dezember.

Wenn das sanierte Denkmal im Sommer eröffnet wird und im Dezember der Ringschluss nach Alsdorf erfolgt, soll der Dreh- und Angelpunkt des regionalen Schienenverkehrs auch einen verbesserten Service für Bahnkunden und Stolberg-Besucher bieten können. Dann wird nicht nur eine Toilettenanlage bereitstehen, sondern auch ein Service-Zentrum soll seine Dienste anbieten.

Machbarkeitsstudie

In einem etwa 70 Quadratmeter großen Raum im Erdgeschoss, direkt am Gleis 43 gelegen, soll es in einem Kiosk Getränke, Snacks, Reisebedarf, Fahrkarten und jede Menge Information geben. Angedacht sind auch eine touristische Anlaufstelle und ein Fahrradverleih. Wie dieses Angebot im Detail gestaltet werden kann, soll nun eine Untersuchung durch die „Dienstleistung ortsnahe Rundum-Versorgung (DORV) GmbH”, ein Modellprojekt des Landes mit Sitz in Jülich, aufzeigen.

„Die DORV besitzt sehr große Erfahrung in der Entwicklung solcher Einrichtungen und alternativer Betriebsmodelle und betreibt selbst zwei Läden”, erklärt Fachbereichsleiter Andreas Pick­hardt. Vorbild könnten die in ihren Strukturen oft sehr individuellen Dorfläden sein. „EVS, AVV, Städteregion und Stadt haben ein großes Interesse daran, dass der Hauptbahnhof im Sinne der zahlreichen Reisenden erfolgreich belebt wird”, so Pickhardt weiter.

Eineinhalb Jahre lang hat die EVS, die den Hauptbahnhof als Betriebssitz und zentrales Stellwerk für die Euregiobahn ausbaut, „trotz äußerst günstiger Konditionen” nach einem geeigneten Betreiber für das Service-Zentrum gesucht ohne eine greifbare Lösung zu finden. Die Deutsche Bahn AG selbst hat kein Interesse an einer mit Personal besetzten Verkaufsstelle für Fahrkarten in Stolberg und begnügt sich weiterhin mit ihrem Angebot an Automaten.

Den Durchbruch für eine Erfolg versprechende Lösung brachten jetzt konstruktive Gespräche zwischen Stadt, dem Aachener Verkehrsverbund sowie der EVS nebst ihren Beiratsmitgliedern Hildegard Nießen und Axel Wirtz mit Städteregionsrat Helmut Et­schen­berg und seiner Stabsleiterin für Regionalentwicklung: Ruth Roelen hat bereits bei verschiedenen Projekten in Zusammenarbeit mit der DORV an der Sicherstellung der Versorgung des ländlichen Raumes in der Eifel zusammengearbeitet und stieß mit dem Vorschlag einer Machbarkeitsstudie bei den anderen Partnern auf offene Ohren - zumal sich die Städteregion auch finanziell bei dem Projekt einbringen wird. „Frau Roelen hat eine ausgezeichnete Arbeit geleistet, um das Projekt auf die Schiene zu setzen”, lobt EVS-Geschäftsführer Thomas Fürpeil. Für die ganze Region wäre eine große Chance vergeben, wenn die Möglichkeit eines Service-Zentrums im Hauptbahnhof mit seiner wachsenden Bedeutung als Drehscheibe für den regionalen und überregionalen Schienenverkehr nicht genutzt würde, so Fürpeil weiter.

Auch die EVS wird sich finanziell für die Einrichtung engagieren, ebenso die Städteregion und der AVV. Den Eigenanteil von bis zu 3600 Euro wird der Hauptausschuss der Stadt wohl auf seiner Sitzung am 24. April bereitstellen. Bereits Ende diesen Monats sollen Abstimmungsgespräche zwischen den Partnern mit der DORV erfolgen. Maximal 10.000 Euro sollen in die Projektierung des Service-Zentrums investiert werden.

Mit der durch eine Kunden- und Fahrgastbefragung unterstützten Machbarkeitsstudie, sollen die für den Hauptbahnhof passende Betriebsform, Öffnungszeiten, Sortiment und Personalstrukturen ausgearbeitet werden. Auch das Job-Center der Arge ist bereits mit „in den Zug” gestiegen, um geeignetes Personal aus ihrem interessierten Kundenstamm in Arbeit vermitteln zu können. Damit rückt auch eine Förderung der Personalkosten in greifbare Nähe.
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