Breite Mehrheit für das Sportzentrum in Sicht

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Stolberg. Bis in den Abend hinein liefen die Gespräche in den einzelnen Ratsfraktionen wie auch innerhalb der Koalition aus SPD, FDP und Grünen über das Sportplatzprojekt. Aufgrund der im Vorfeld markierten Marschrichtungen zeichnete sich am Montag eine breite Mehrheit zugunsten des Sportzentrum-Projektes ab.

Die CDU signalisierte ihre Zustimmung, „wenn die Kommunalaufsicht mitspielt”, so Tim Grüttemeier. Das Projekt koste der Stadt nichts kosten, der Verein verdiene nicht daran. Eine anderweitige Möglichkeit zur Realisierung als die von der Verwaltung vorgeschlagene, sei nicht in Sicht.

Eine Marschrichtung, die auch von der SPD eingeschlagen wurde, die allerdings auf die noch ausstehenden Gespräche innerhalb der Koalition verwies. Aber der Beschlussvorschlag entspreche dem, „was unsere Fraktion seit Jahren verfolgt”, erklärte Dieter Wolf. Ein Ausstieg würde die jahrelange Bemühungen um das Sportzentrum beenden, was sei nicht das Ziel der SPD sein könne.

Skeptischer zeigte sich die FDP angesichts der Haushaltslage, Millionen in das Sportzentrum zu investieren. Für die Liberalen stelle sich allerdings „die Frage des Umfangs einer Realisierung”, erklärte Bernd Engelhardt im Vorgriff auf weitere Beratungen.

„Offen und kontrovers”, so Mathias Prußeit, gehe die Linke in die fraktionsinterne Debatte um das Sportzentrums. Einerseits sei man sich der Bedeutung des Projektes für Sport und Gesellschaft bewusst, andererseits der prekären finanziellen Lage mit ihren Sparzwängen und -vorhaben. Das Ergebnis blieb am Montag offen.

Eindeutig positionierten sich am Montag bereits die Grünen vor den Koalitionsgesprächen: Aus städtebaulicher Perspektive und für die sportliche Attraktivität wäre das Sportzentrum ein Gewinn, der dem außerordentlichen Engagement des SV Breinig Rechnung tragen würde. Aber für die Stadt bedeute der Vorschlag der Verwaltung einen Einnahmeverzicht. „Auf einen Erlös aus dem Verkauf städtischer Grundstücke vollkommen zu verzichten, ist im Rahmen der städtischen Finanzlage heute leider nicht mehr möglich”, erklärte Uschi Küpper.

Alternativ fordern die Grünen, dass ein potenzieller Investor sich einem transparenten Wettbewerb, wie ihn die EU-Kommission bei der Veräußerung von Gründstücken durch die öffentliche Hand fordert, unterziehen müsse, und dass die Stadt an den Verkaufserlösen eigener Grundstücke zu beteiligen ist. „Wenn dies die jahrelang geschürten Erwartungen im SV Breinig enttäuscht, ist das sicher verständlich und wir bedauern dies sehr”, erklärte die Fraktionsvorsitzende. Dies bedeute nicht, dass das Projekt gestoppt werden soll, sondern lediglich eine andere Umsetzung. Alle Beteiligte müssten ein „Interesse an einem fairen Ablauf haben, der nicht gegen Regularien” verstoße und „für alle das bestmögliche Ergebnis” biete.
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