Stolberg - Breiniger Prominenten soll ein Denkmal gesetzt werden

Breiniger Prominenten soll ein Denkmal gesetzt werden

Von: -jül-
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Nicht nur zwischen Kupferstadt und Kaiserstadt wohnen kann man bald im Breiniger Neubaugebiet auf dem früheren Sportplatzgelände, sondern auch den Straßennamen von prominenten, verdienten und engagierten Breiniger Bürgern in der Adresse führen. Foto: J. Lange

Stolberg. Vorschläge – vor allem von Vereinen aus dem Dorf – sind viele im Rathaus eingegangen. Während die Arbeiten an der Infrastruktur des neuen Breiniger Neubaugebietes im Gange ist, denkt man in der Innenstadt über die Benennung der zukünftigen Straßen nach.

Denn die aus der Planungsphase des Bebauungsplanes Nr. 152 stammenden Begriffe „Cornelia­straße / Schützheide“ werden bald der Vergangenheit angehören, zumal sie ja bereits durch die angrenzenden Straßen vergeben sind.

Am 20. August im Ausschuss für Stadtentwicklung sowie am 25. August in Hauptausschuss und Stadtrat sind die Politiker gefordert, sich festzulegen. Eindeutig positioniert hat sich bereits der Verwaltungsvorstand, in dem er einige ernst und weniger ernst gemeinte Vorschläge beiseite legte. So bezogen sich einerseits eine Reihe von Anregungen auf die Bergbautradition des Areals, andere bevorzugten in Anspielung auf vermutete Ereignisse „Tratsch­eck“ oder „Klüngelgasse“.

Darüber hinaus existiert im Rathaus noch eine lange Liste mit 14 Namen verdienter Bürger dieser Stadt – angefangen bei Prof. Dr. Hans Auler über Dr. Friedrich Deutzmann bis hin zu Kurt Schleicher – , die aus unterschiedlichen Gründen noch nicht berücksichtigt oder beschieden wurde.

Einen völlig anderen Vorschlag unterbreitet aber nun die Verwaltung basierend auf den Anregungen aus dem Dorf den politischen Gremien: Sie möchte mit der Benennung der Straßen vier verdiente und überwiegend sportlich engagierte, prominente Breiniger würdigen:

E Die Hauptverbindung durch das Neubaugebiet zwischen Schützheide und Corneliastraße soll nach Egidius Braun benannt werden. Der am 27. Februar 1927 in Breinig geborenen, deutschen Fußballfunktionär ist weit über Stolberg hinaus bestens bekannt.

E Nach einem weiteren verdienten Mitglied des Breiniger Spielvereins soll demnach eine der weiteren drei Stichstraßen benannt werden: Gerd Lützeler (1937-2001), der sich in seiner mehr als 50-jährigen Vereinszugehörigkeit vor allem der Jugendarbeit widmete und die Köln-Radtouren zugunsten der DFB-Mexiko-Hilfe initiierte.

E Ältere Mitbürger werden sich noch an die in Breinig geborene Inge Stoll (1930-1958) erinnern können. Als 17-Jährige begann die Motorradrennfahrerin ihre Karriere als Beifahrerin des Vaters, der eine Fahrschule im Ort unterhielt. Inge Stoll erzielte vordere Platzierungen bei den Weltmeisterschaften, bis sie beim tschechoslowakischen Grand Prix tödlich verunglückte.

E Auf Tournee im Wohnwagen während einer Vorstellung wurde Adolf Althoff (1913-1998) geboren, seinen späteren Lebensmittelpunkt fand der Artist, Dompteur und Zirkusdirektor in Breinig. Während des Dritten Reiches versteckte Althoff in seinem Zirkus die wegen ihrer jüdischen Herkunft von den Nationalsozialisten verfolgte Irene Danner nebst Familie. Ehefrau Maria und Adolf Althoff wurde dafür unter anderem 1995 am Staat Israel in den Kreis der Gerechten unter den Völkern aufgenommen.

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