Stolberg-Breinig - Breiniger Lebensgefühl im Bild

Breiniger Lebensgefühl im Bild

Von: Sarah Sillius
Letzte Aktualisierung:
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Veronika Kaldenbach weiß die ein oder andere nette Anekdote zu ihren Bildern zu erzählen. Foto: Sarah Sillius

Stolberg-Breinig. Eine Menge Schautafeln und viele schwarz-weiße und bunte Bilder schmücken den Raum auf der ersten Etage der Gaststätte „Zur Treppe”. Auf den ersten Blick mag die Ausstellung vielleicht nicht besonders spektakulär erscheinen, doch hinter jedem der dort gezeigten Bilder steckt eine ganz eigene Geschichte.

Zur 100-Jahr-Feier des Breiniger Restaurants präsentiert Veronika Kaldenbach das Ergebnis ihrer langjährigen Sammlerarbeit.

Sie und die jetzigen Inhaber, ihre Tochter Annette und deren Mann Gil Leclou, gehören dem zweiten Familienbetrieb der Treppe an. „Vorher waren die Dautenbergs bis 1927 die Eigentümer”, erklärt sie und zeigt auf alte Fotos des Ehepaares Dautenberg.

Als besonderen Fund bezeichnet sie eine alte Ansichtskarte von Breinig, die eine Bekannte auf einem Flohmarkt in Frankfurt entdeckt habe: „Darauf ist das alte Gebäude mit der namensgebenden Treppe zu sehen.”

Weiter führt die Ausstellung vorbei an Bildern aus der Kaldenbach-Ära. „Mein Lieblingsbild ist dieses.” Kaldenbach macht an einer Aufnahme aus den 50er Jahren Halt. Es zeigt, wie der große Saal des Restaurants in ein Kino umgebaut wurde. Auf weiteren Bildern versammeln sich Eindrücke von Karnevals- und anderen Vereinsfeiern, aber auch ganz alltägliche Schnappschüsse des Zusammensitzens an der Theke, von ehemaligen Angestellten, Freunden und Bekannten reihen sich daneben ein.

„Das hier ist natürlich vor allem für die Breiniger interessant”, bemerkt Kaldenbach und tauscht mit den begeisterten Besuchern das ein oder andere Anekdötchen aus. Der Atmosphäre ist schnell anzumerken, wie Erinnerungen zurückkehren und Verbindungen zwischen Menschen, Orten und Ereignissen hergestellt werden.

Josef Naumann zeigt auf ein Schwarz-Weiß-Bild: „Mit der Tram Nummer 45 bin ich früher immer nach Aachen gefahren.” Aber nicht nur zur Breiniger Geschichte, auch zur Treppe selbst hat er ein enges Verhältnis: „In dem Saal hier habe ich zum ersten Mal mit meiner Frau getanzt”, verrät er. Und auch bei Walter Ortmanns kommen so manche Erinnerungen wieder hoch, denn „von klein auf” stehe er in Verbindung zu dem Restaurant. So erkennt er sich auf einem Bild aus den 70er Jahren auf einer Karnevalssitzung wieder und erzählt von der Zeit, als sich hinter dem Restaurant noch eine kleine Turnhalle befand: „Hier haben wir alles in Eigenregie gemacht.” Auch Albert Meyer ist begeistert: „Frau Kaldenbach hat hier wirklich das ein oder andere Schätzchen herausgeholt, an das man sich gar nicht mehr erinnern konnte.”

So kehrt mit der Ausstellung nicht nur ein Stück Geschichte des Restaurants, sondern auch des gesamten Breiniger Lebensgefühls zurück. Noch bis zum Ende dieser Woche ist die Ausstellung im Restaurant „Zur Treppe”, Alt Breinig 59, zu sehen.
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